Industrie- und Kunstproduktion gehörten in der DDR eng zusammen. Entsprechend wurde das „Jahrhundertprojekt“ von einer großangelegten Kulturkampagne begleitet: Die DDR brachte Künstler*innen an die Trasse, um dort die „Trasniks“ zu unterhalten; vor Ort entstanden künstlerische Arbeiten, die in Wanderausstellungen entlang der Trasse sowie in der DDR gezeigt wurden und schließlich wurde der Bau in Publikationen und zahlreichen Reportagen im DDR-Fernsehen inszeniert.

Das Kunstarchiv Beeskow verfügt über eine größere Anzahl von Gemälden, Grafiken, Fotografien und Zeichnungen, die im Kontext der Trasse entstanden sind. Die Ausstellung widmet sich der Verknüpfung von Kultur- und Wirtschaftspolitik, untersucht, welches Image für die Öffentlichkeit konstruiert wurde und welche Rolle die Kunst dabei spielte.

Neben den Werken aus dem Beeskower Bestand werden Arbeiten aus der Kunstsammlung des 1970 gegründeten Petrolchemischen Kombinates (PCK) Schwedt gezeigt. Die Geschichte dieser Sammlung ist eng an den Bau der ersten Erdölpipeline in der DDR sowie die dazu gehörende Chemieanlage an deren Endpunkt in Schwedt gekoppelt.

Ausstellungsort: ehem. Selbstbedienungskaufhalle, Saarlouiser Straße, Eisenhüttenstadt

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres »Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung – Kulturland Brandenburg 2021″.

 

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