Kunstarchiv Beeskow

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Kontakt

Kunstarchiv Beeskow

Postanschrift:
Breitscheidstraße 7
15848 Beeskow

Hausanschrift:
Spreeinsel Beeskow
Zugang über Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

E-Mail: info@kunstarchiv-beeskow.de
Telefon: 03366 – 35 27 35

Besuch

Das Kunstarchiv Beeskow kann im Rahmen von Führungen sowie von Veranstaltungen besucht werden.
Bitte beachten Sie dazu unser Programm.
Die Besuchsgruppen sind auf 20 Personen beschränkt.
Wir empfehlen eine Voranmeldung unter: 03366 – 352727

Neben den öffentlichen Führungen im laufenden Veranstaltungsprogramm besteht das Angebot, diese gesondert zu buchen. Anmeldung unter: 03366 – 352727

Eintrittspreise

Sonderführung
60 Minuten

Pro Person: 9 €
Ermäßigt: 7 €

Gruppen (max. 20 Personen):
26 €, zzgl. Preis

Öffentliche Führung im Rahmen der Ausstellung SPURENSUCHE. 1990
90 Minuten

Pro Person: 12 €
Ermäßigt: 10 €

Wie Sie uns erreichen

Mit dem Auto aus Richtung Berlin über die A12 Abfahrt Storkow oder Fürstenwalde Ost und aus Richtung Süden kommend über die A13 Abfahrt Duben und weiter über die B 87.

Mit der Bahn RE 1 bis Fürstenwalde, Bus in Richtung Beeskow bis Hast. Bahnhof oder NEB: RB 36 bis Beeskow.

Mit dem Rad über den Spreeradweg (entlang der Spree von Sachsen nach Berlin, 196 km).

Ausstellungen

Sonderausstellungen

AktuellVorschauArchiv

Aktuell

Aus der Serie "Frauen von heute", Sibylle - Zeitschrift für Mode und Kultur, 02/1969, Texte: Lisa Schädlich, Fotos: Jochen Moll, Sammlung Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR.
Aus der Serie "Frauen von heute", Sibylle - Zeitschrift für Mode und Kultur, 02/1969, Texte: Lisa Schädlich, Fotos: Jochen Moll, Sammlung Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR.
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Frauen von heute“, in: Sibylle - Zeitschrift für Mode und Kultur, 1967, S. 56-57
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Jürgen Parche, Porträts von Arbeiter/-innen aus dem GMT (VEB Gießerei- und Maschinenbau „Max Matern“ Torgelow), Öl auf Leinwand, 1988
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Marion Wenzel, o.T., Barytabzug, 1989 Aus der Reihe: „Pleinair Mikroelektronik Frankfurt (Oder)“
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Neue Berliner Illustrierte, Ausgaben 1979, Fotograf: Uwe Steinberg
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Serien zur sozialistischen Produktion
Ob als Motiv in Magazinen oder von Künstlerinnen und Künstlern porträtiert: Darstellungen von Arbeit, Arbeiterinnen und Arbeitern waren bestimmend und allgegenwärtig in der Bildwelt der DDR.

 

Eine gemeinsame Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR im Brandenburger Landtag in Potsdam.

 

30.1. – 11.12.2020

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Der Kunstbestand in Beeskow und die Sammlung in Eisenhüttenstadt verfügen über zahlreiche Bildmedien und Kunstwerke, die enorme Präsenz des arbeitenden Menschen in der visuellen Kultur der DDR eindrücklich belegen.

Von besonderem Interesse sind hierbei Werke, die als Serie konzipiert und umgesetzt, respektive veröffentlicht worden sind. Sie verdichten die Arbeiterin und den Arbeiter zum Typus und zur Heldenfigur, zeigen Arbeitskontexte und wiederholen Losungen zur sozialistischen Produktion schier unendlich. Es ergeben sich vielfältige Perspektiven auf das gesellschaftliche Ideal und die alltägliche Realität der Arbeit in der DDR. Damit verbunden sind Einblicke in die ostdeutsche Zeitgeschichte sowie Impulse zum Diskurs über damalige, heutige und zukünftige Arbeitsverhältnisse.

Mit Werken von Edmund Bechtle, Kurt Buchwald, Goran Djurovic, Jürgen Parche, Dieter Rex, Vera Singer, Marion Wenzel, Klaus Werner, Ursula Wolf, Walter Womack sowie mit Titelgestaltungen der Neuen Berliner Illustrierten, Porträtserien aus dem Magazin Sibylle, Karikaturen der Satirezeitschrift Eulenspiegel und Plakaten zum sozialistischen Wettbewerb.

Ausstellungsort:

Landtag Brandenburg
Alter Markt 1
14467 Potsdam

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden. An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Das Landtagsgebäude ist barrierefrei zugänglich.

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Kurt Buchwald, Performance "Die große Säuberung, hinter großen Männern..." in Berlin und Paris 1989/90, Foto: Kurt Buchwald, aus der Mappe: Spurensuche, 1990, Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.

Grafik, Fotografie und Malerei aus dem Kunstarchiv Beeskow

Galerie in der Burg Beeskow

 

Im Kunstarchiv Beeskow liegt die Gesamtauflage einer Grafikmappe, die 1991 zum 100. Geburtstag Johannes R. Bechers vom Kulturbund herausgegeben werden sollte. Alle Künstlerinnen und Künstler, die 1989 den Auftrag erhalten hatten, ein Blatt oder eine Fotoserie zu Johannes R. Becher zu gestalten, gaben ihre Werke (je 20 Exemplare) zwar 1990 noch beim Kulturbund ab, aber dieser löste sich im Mai des gleichen Jahres auf und die Mappe blieb unveröffentlicht.

Im Herbst 2019 wird diese Grafikmappe unter dem Titel „Spurensuche“ nun erstmals erstmals öffentlich ausgestellt werden.

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Die Grafiken und Fotografien sind von hoher Qualität und jeweils charakteristisch für die einzelnen Künstler*innen.

Zugleich handelt es sich um Zeitdokumente, da sie in einem besonderen historischen Moment entstanden und somit zum Teil explizit politisch konnotiert sind: So verweist z. B. Uwe Pfeifers Becher-Porträt deutlich auf Michael Gorbatschow. Kurt Buchwald dokumentiert in seiner Fotoserie die Performance „Stalin – Die große Säuberung“, welche 1990 beim Kunstfestival im Pariser La Villette stattgefunden hatte. Ursula Strozynski zeigt jene Gefängniszelle, in der Walter Janka – Dramaturg und Leiter des Aufbau-Verlages– in den 1950er Jahren unter Johannes R. Becher als Minister für Kultur wegen „Boykotthetze“ in Einzelhaft gesessen hatte.

Die Mappe umfasst 30 Werke: 14 Grafiken und 4×4 Fotografien. Die Arbeiten stammen von 18 Künstlerinnen und Künstler, die zwischen 1931 und 1954 geboren wurden und heute größtenteils in Berlin, Halle oder Leipzig leben :

Ingo Arnold, Falko Behrendt, Kurt Buchwald , Konstanze Göbel, Ulrich Hachulla, Ingrid Hartmetz, Karl-Georg Hirsch, Joachim John, Horst Peter Meyer, Bernhard Michel, Otto Möhwald, Christine Perthen, Uwe Pfeifer, Volker Pfüller, Thomas Rug, Ursula Strozynski, Ulrich Wüst und Fotis Zaprasis.

 

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Vorschau

Die Teilnehmenden des Workshops inmitten der Ziehgitteranlage. Mit dabei: die interessierte Presse. Foto: Martin Maleschka.

Am zweiten Februarwochenende öffnet sich das Kunstarchiv Beeskow für ein ganz besonderes Projekt: Zwei Tage lang werden zwölf Laien-Kurator*innen mit dem Bestand des Hauses arbeiten und Bilder, Grafiken und Plastiken bestimmen, mit denen in den kommenden Monaten zwei Ausstellungen in den Galerieräumen der Burg Beeskow bestückt werden.

 
 
Teil 1: 15.3. – 21.6.2020
Teil 2: 27.6. – 23.8.2020
  

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Insgesamt 25 Frauen und Männer hatten sich für diesen Workshop beworben. Die ausgewählten zwölf Teilnehmer*innen kommen aus den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland, aus dem Barnim und Frankfurt (Oder), Berlin, Hamburg, Leipzig und Jena. Keine*r von ihnen hat oder hatte beruflich direkt mit Kunst zu tun – unter ihnen sind Betriebswirte und Lehrer, Elektromeister und Student*innen, Sozialwissenschaftler und Immobilienexperten. Was sie eint, ist ihr Interesse an Kunst aus der DDR – bei den Jüngeren verbunden mit dem Wunsch, mehr über diese Arbeiten und die Künstler*innen zu erfahren, die Älteren interessiert eher eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und Lebenserfahrung. Um dem gerecht zu werden, werden die Teilnehmer*innen in zwei Gruppen aufgeteilt und am Ende des Workshops wird es zwei Ausstellungen geben. Auftakt für die erste, von den älteren Teilnehmer*innen zusammengestellte Exposition ist am 14.3.2020, 16 Uhr; die zweite, von jüngeren Laien-Kuator*innen konzipierte Schau wird am 27.6.2020, 17 Uhr, eröffnet.

Die Leitung dieses gemeinsamen Projektes des Kunstarchives und der Burg Beeskow hat der in Eisenhüttenstadt aufgewachsene Architekt und Fotograf Martin Maleschka übernommen. Gemeinsam mit der Leiterin des Kunstarchives, Florentine Nadolni, wird er auch den Workshop begleiten.

Ausgewählt wurden die Teilnehmer*innen von einer Jury, zu der neben Maleschka unter anderem auch die Bad Saarower Illustratorin Gertrud Zucker gehörte.

Das Kooperationsprojekt „Alle in die Kunst!“ wird mit freundlicher Unterstützung des Vereins Forum Kulturerbe der DDR realisiert. Die Burg Beeskow und das Kunstarchiv Beeskow sind Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreis Oder-Spree.

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Archiv

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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; v.l.n.r.: Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gertrud Classen, Antifaschistin Käthe Rentmeister, nach 1950; Monika Hamann, Arbeiterportrait, 1981; Walter Arnold, Bildnis M. K. II, 1946, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Sabina Grzimek, Anna Seghers, 1968/88, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gustav Seitz, Porträt Hanns Eisler, 1952; Gerhard Rommel, Greta Kuckhoff, 1982; Fritz Cremer, Johannes R. Becher, 1963/64, VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; v.l.n.r.: Ludwig Engelhardt, Lenin, 1970, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Walter Arnold, Bildnis M. K. II, 1946, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gertrud Classen, Antifaschistin Käthe Rentmeister, nach 1950.
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Die Studioausstellung „über sehen“, als eine von drei Teilausstellungen, ist verlängert bis zum 22. September 2019 im Kunstarchiv Beeskow zu sehen.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Seminars an der Humboldt- Universität zu Berlin, welches im Juli 2019 mit dem ersten Platz des Fakultätspreises für gute Lehre der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät 2019 ausgezeichnet wurde.

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Unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Bernhardt und in Kooperation mit dem Kunstarchiv Beeskow beschäftigten sich die Studierenden im Rahmen des Seminars „Kunst in der DDR. Theoretische und praktische Annäherung“ mit ausgewählten Porträt-Plastiken aus dem Bestand des Kunstarchivs, analysierten die Präsentation von Kunst aus der DDR seit den 1990er Jahren und konzipierten eine eigene Ausstellung – in drei Teilen.

Auch wenn der zweite Teil der Ausstellung in der Humboldt-Universität zu Berlin bereits beendet ist, können Interessierte bis zum 15.August auf eine Webseite – das dritte Format – zurückgreifen. Diese präsentiert Fotografien der in Beeskow ausgestellten Werke mit zugehörigen Texten der Studierenden.

Teil 1: Beeskow: Studioausstellung im Kunstarchiv Beeskow, 30. Mai – 22. September 2019
(Im Rahmen von Führungen besuchbar)

Teil 2: Berlin: Ausstellung in der Humboldt-Universität zu Berlin im Foyer Georgenstraße Nr. 47, 4.Juni – 12. Juli 2019 (beendet!)

Teil 3: Im Netz: Ausstellung im Internet (online 4. Juni – 15. August 2019)

Projektleitung:

Prof. Dr. Katja Bernhardt (Vertretung Professur Kunstgeschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin)

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Grafikmappe „Zu Liedern der Französischen Revolution", 1989, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Kevin Fuchs.

 

Schloss Biesdorf

 

1988 gibt der Verband Bildender Künstler der DDR eine Grafikmappe in Auftrag, die zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution erscheinen soll. Warum, so könnte man fragen, wird eben jenes historische Ereignis gewählt, welches so ambivalent ist und eine komplexe Deutungsgeschichte mit sich führt?

 

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Die Herausgeberinnen und Herausgeber der Grafikmappe hatten einen spezifischen Aspekt im Blick: So betont der Kunstwissenschaftler Peter Pachnicke im beiliegenden Text die „sinnliche Überzeugungskraft“ der Menschen, die auf den Straßen von Paris um Anerkennung rangen. Dieses dort beschworene Pathos ist in den Grafiken der 16 Künstler, die je ein Blatt zu der Mappe beitragen, allerdings nicht zu sehen.

Mit Arbeiten von Ulrich Hachulla, Karl-Georg Hirsch, Joachim Jansong, Joachim John, Rolf Kuhrt, Werner Liebmann, Gerd Mackensen, Reinhard Minkewitz, Rolf Münzner, Ronald Paris, Volker Pfüller, Otto Sander, Stefan Thomas Wagner, Frank Wahle, Trak Wendisch und Winfried Wolk.

Ort: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr, Fr 12 – 21 Uhr, Di geschlossen
www.schlossbiesdorf.de

 

 

 

 

 

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Thomas Ranft, Lichtgleich, 2018, Privatbesitz, © Künstler.
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Ulrike Hogrebe, Brücke 1, 2018, Privatbbesitz, Foto: Th. Kläber, © Künstlerin.
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Burg Beeskow

 

Die von 1977 bis 1982 existierende Künstlergruppe CLARA MOSCH setzte sich aus den Anfangssilben der Nachnamen von Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (Kozik) zusammen.

 

Die Gruppenphilosophie baute sowohl auf der kollektiven Ablehnung des sozialistischen Realismus wie auf dem Recht des freien bildnerischen Schaffens auf. So zogen sie einmal im Jahr aus, um neue Kunstformen im Freien auszuprobieren.

 

 

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Von Thomas Ranft und Herbert Schirmer initiiert, gab es im Jahr 2018 in Lübbenau/Spreewald mit einem dreiwöchigen Künstlersymposium eine Neuauflage. Neun bildende Künstlerinnen und Künstler aus Brandenburg und Sachsen trafen sich in der Wasserlandschaft, um der Frage „Landschaftssicht = Weltsicht? “ nachzugehen.

Bei dieser Aktion war die Landschaft nicht als naturidentische Kulisse anzusehen, sondern als gestalteter Raum, der benutzt und durch den radikalen  Braunkohleabbau bedrängt und zerstört worden ist.

Die Schau in Beeskow zeigt zum einen Grafiken der Gruppe CLARA MOSCH aus den 1970er und 1980er Jahren, die aus dem Kunstarchiv Beeskow sowie einer privaten Sammlung stammen. Zum anderen werden die Ergebnisse des letztjährigen Künstlersymposiums zu sehen sein. Mit Arbeiten von Christiane Bergelt, Micha Brendel, Anne Heinlein, Madeleine Heublein, Ulrike Hogrebe, Gregor Torsten Kozik, Helge Leiberg, Osmar Osten und Thomas Ranft.

Das Symposium wurde von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Niederlausitz, den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Lübbenau / Spreewald gefördert. Veranstalter: Freunde der Lübbenaubrücke e. V.

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Manfred Paul, Zu Johannes R. Becher „Beinahe“, 1987, aus der Mappe: „…und des Menschen Größe“, 1988, Kunstarchiv Beeskow, Repro: A. Herrmann © Künstler.

 

Schloss Biesdorf

 

Die Mappe „ … und des Menschen Größe. Grafiken und Fotografien zu Gedichten von Johannes R. Becher“ (1988)  versammelt die Arbeiten von 20 Künstlerinnen und Künstlern. Gemeinsamer Ausgangspunkt ihrer Annäherung war der letzte Gedichtband von Johannes R. Becher: „Schritt der Jahrhundert-mitte“(1958). Im Zentrum dieses Spätwerks steht das Sinnieren eines Dichters und linientreuen Sozialisten, zum Ende desillusioniert und zweifelnd, über Potenziale und Abgründe des menschlichen Daseins im Zusammenhang von Gesellschaft und Geschichte.

 

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Die Bilder, welche die Künstlerinnen und Künstler aus diesem Text gewinnen, zeigen den Menschen geprägt von Zerrissenheit, mal in bedrückender Einsamkeit, mal im Strudel gesellschaftlicher Prozesse, deren Erschaffer er selbst ist. Finden sich unter den 16 Grafiken einige, wenige farbige Blätter, so erscheinen die 20 Fotografien allesamt in körnigem Schwarz-Weiß. Diese Aufnahmen sind Träger jener Melancholie, für welche die ostdeutsche Autorenfotografie nur wenige Jahre später berühmt werden sollte.

 

Mit Arbeiten von Falko Behrendt, Christian Brachwitz, Helmut Brade, Manfred Butzmann, Michael Diller, Andreas Dress, Hubertus Giebe, Konstanze Göbel, Dieter Goltzsche, Ulrich Hachulla, Joachim John, Barbara Köppe, Wolfgang Mattheuer, Manfred Paul, Christine Perthen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Helfried Strauß, Ursula Strozynski, Dieter Tucholke, Werner Wittig

 

 

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Burg Beeskow – Galerie unterm Dach

 

In Frankfurt (Oder) 1926 geboren, teilte Horst Zickelbein die Erfahrungen jener jungen Kriegsheimkehrer, die nach 1945 im Studium der Kunst neuen Halt suchten und fanden. Ausgebildet wurde er im Fach Wandmalerei bei Horst Strempel und Bert Heller an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee; später war er Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der Deutschen Akademie der Künste.

 

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Horst Zickelbein wurde zu einem erstaunlichen Gestaltgeber, der mit dem farbintensiven Wandbild ebenso zu überzeugen wusste wie durch seine Zeichnungen und Gouachen. Die Burg Beeskow zeigt vor allem Arbeiten, die der Künstler selbst zu seinen wichtigsten zählt, wozu nicht zuletzt seine im Vergleich vorgestellten baugebundenen Arbeiten gehören. So zeigt die Ausstellung erstmals jene Filzstift-Zeichnungen auf Pergament, auf denen Horst Zickelbein sein bedeutendstes Wandbild »Die Befreiung der Wissenschaft durch die sozialistische Revolution« entworfen hat und das für die Stadthalle im damaligen Karl-Marx-Stadt bestimmt war.

Wir danken den Privatleihgebern sowie den Kunstsammlungen Chemnitz, der Akademie der Künste in Berlin, dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLmK), dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn und dem Kunstarchiv Beeskow.

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Dieter Tucholke, Negativbilder – Preußische Geschichte (Preußische Wucherungen), 1981, Kunstarchiv Beeskow. Foto: Armin Herrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Burg Beeskow / Schloss Biesdorf (10. 5. 2018 – 30. 9. 2018)

 

Der Grafiker Dieter Tucholke (1934-2001) hat sich in der DDR intensiv und kritisch mit der deutschen Historie beschäftigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht seine Grafikfolge „Negativbilder – Preußische Geschichte“, die er 1980/81 in einer bis heute faszinierenden Formensprache geschaffen hat und die zu seinen bekanntesten Werken gehört.

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Begleitet werden die grafischen Collagen aus dem Bestand des Kunstarchivs Beeskow von einem großen Objekt aus skurrilen Fundstücken aus der Sammlung des BLmK sowie von einem akustischen Tucholke-Porträt des Komponisten Prof. Lothar Voigtländer, der zur Ausstellungseröffnung elektro-akustische Werke aufführen wird. Mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst.

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Burg Beeskow – Galerie unterm Dach

 

Der Skulpturen-Bestand im Kunstarchiv Beeskow erscheint im Vergleich zur aufbewahrten Malerei und Grafik klein und homogen. Ein konzentrierter Blick auf die von Künstlerinnen geschaffene Plastik eröffnet jedoch die Möglichkeit, eine reiche und vielfältige Werkgruppe zu entdecken.

 

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In der Ausstellung sind über 20 Arbeiten von Bildhauerinnen zu sehen, die verschiedenen Generationen angehören und in der DDR einen Teil ihres plastischen Werkes geschaffen haben. Ihre Porträts historischer Persönlichkeiten sind kraftvoll, ihre Frauenakte charakterstark und die Kinder-Bildnisse von hoher Sensibilität.

Kuratorin: Dr. Angelika Weißbach

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Links: Gordon Matta-Clark, Bronx Floors, Threshole 1972-1973 Courtesy: the Estate of Gordon Matta-Clark & Galerie Thomas Schulte; rechts: Sibylle Bergemann, Berlin, 1980, Fotografie, Kunstarchiv Beeskow

 

Ausstellung in Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum (ZKR) im Schloss Biesdorf

 

 

 

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Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen und Machtgefüge sind ihm eingeschrieben? Und mit welchen künstlerischen Mitteln können sie sichtbar gemacht oder überwunden werden? In Zwischen Räumen beleuchten 15 KünstlerInnen Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüche. Die Ausstellung setzt Werke von Gordon Matta-Clark und Sichten auf den Stadtraum Ost-Berlins in einen Dialog mit aktuellen Positionen.

Vom New York der 1970er Jahre, über Ost-Berlin in den 1980ern bis hin zum globalen Dorf der Gegenwart vereint die Schau unterschiedliche Bezugsräume – und bewegt sich damit selbst „Zwischen Räumen“. Die gezeigten KünstlerInnen eignen sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen.

Ein historischer Ausgangspunkt ist das wegweisende Werk von Gordon Matta-Clark. Bereits in den 1970er Jahren zerschnitt der New Yorker Künstler Häuser, um ihr Innerstes freizulegen oder schuf soziale Räume in städtischen Brachen. Wie kaum ein anderer revolutionierte Gordon Matta-Clark die Kunstpraxis im öffentlichen Raum – und ist bis heute Impulsgeber für zeitgenössische KünstlerInnen.

Die Ausstellung zeigt aktuelle Positionen, die Bedingungen von Raumbegrenzung und –produktion hinterfragen, dekonstruieren und überwinden. So überlagern sich reale und virtuelle Raumgefüge, werden Versatzstücke zu Installationen und Leerstellen zu Skulpturen. Zeitgenössische Arbeiten treffen auf Filme und Fotografien von Matta-Clark, die ihrerseits aus einer Zeit des Umbruchs hervorgegangen sind.

Aus dem Kunstarchiv Beeskow werden sechs Künstlerinnen aus der DDR präsentiert, die sich intensiv mit der Stadtlandschaft Ost-Berlins auseinandersetzten. In Bildern, Grafiken und Fotografien thematisieren sie den urbanen Raum jenseits politischer Vereinnahmung und halten die besondere Atmosphäre der geteilten Stadt fest. Wie aktuell viele ihrer Themen noch heute sind, zeigt nicht zuletzt der Dialog mit zeitgenössischen Berliner Positionen. Mit seiner zweiten Ausstellung Zwischen Räumen eröffnet das ZKR ein Spannungsfeld, in dem historische Positionen und internationale Zeitgenossen einen öffentlichen Raum vermessen, der aktuell umkämpfter ist, als je zuvor.

Künstlerpositionen
Annemirl Bauer (DEU), Sibylle Bergemann (DEU), Simon Faithfull (UK), Antje Fretwurst-Colberg (DEU), Brigitte Fugmann (DEU), raumlaborberlin (DEU), Gordon Matta-Clark (US), Isa Melsheimer (DEU), Sabine Peuckert (DEU), Andrea Pichl (DEU), Marjetica Potrč (SVN), KUNSTrePUBLIK (DEU), Tomás Saraceno (ARG), Diana Sirianni (ITA), Ursula Strozynski (DEU)

Die Ausstellung Zwischen Räumen wurde von Katja Aßmann (ZKR), Nina Mende (ZKR), Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow) sowie den externen Kuratoren Christian Hiller und José Delano kuratiert.

Besonderer Dank an Jane Crawford und Thomas Schulte
Für die kuratorische Beratung Dank an Pedro Donoso

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Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt.

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Die Sammlung des Kunstarchivs Beeskow kam 1994 zustande, als die im Auftrag von Parteien und Massenorganisationen entstandenen Kunstwerke durch die Treuhandanstalt eingesammelt und von den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in die Burg Beeskow gegeben wurden.

Aus dem Bestand von ca. 15.300 Objekten wurden 70 Werke ausgewählt, die den Wandel der Auftragsbehandlung verdeutlichen. Waren die Menschenbilder der 1960er Jahre bei Edgar Klier, Paul Michaelis oder Walter Womacka noch vom erzieherischen Impetus des neuen sozialistischen Menschentypus charakterisiert, zeigt sich in der Malerei der 1980er Jahre vor allem ein kritisches Verhältnis zur Gesellschaft. Vor dem Hintergrund veränderter Welterfahrung dominieren in den Werken von Hubertus Giebe, Lutz Friedel oder Michael Hegewald Selbstbehauptung und Identitätsbestimmungen als Ausdruck eines realistischen Gesellschaftsverständnisses.

Gänzlich eigene Wege sind im Bereich Druckgrafik und Zeichnungen erkennbar, wo neben den Altmeistern Tübke, Mattheuer oder Querner und dem Beherrschen klarer Raum- und Körpervorstellungen die Vielschichtigkeit der zeichnerischen Struktur eines Hanns Schimansky oder Carlfriedrich Claus mit expressiven, spontanen Zeichen innerer Erregung vertreten sind. Existenzielle Situationen verkörpern auch die Porträtplastiken der Bildhauer Fritz Cremer, Gustav Seitz und René Graetz, die unter Vermeidung übertriebenen gestischen Ausdrucks auf Verinnerlichung der Darstellung und behutsame Belebung der Oberflächen setzten.

Die Präsentation im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR ist Bestandteil des vom dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, dem Kunstarchiv Beeskow und dem Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) ausgerichteten Ausstellungsprojekts „Schlaglichter“ mit parallel durchgeführten Ausstellungen in Cottbus, Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder).

Zur den drei Ausstellungen, die von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße und der Sparkasse Oder-Spree gefördert werden, erscheint ein Katalog mit umfangreichem Bildmaterial.

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links: Janet Laurence: „Waiting - A Medicinal Garden for Ailing Plants“ (Foto: Frank Sperling) rechts: Archivschränke zeigen Grafikmappen des Kunstarchivs Beeskow (Foto: Frank Sperling)

 

Ausstellung in Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum (ZKR) im Schloss Biedorf.

 

 

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Unsere Vorstellungen von Landschaft sind immer auch Abbild unserer Kulturgeschichte: Je nach Betrachter variiert das idealtypische Bild von der verwilderten Brache, über den englischen Landschaftspark, bis hin zu urbanen Freiräumen des 21. Jahrhunderts. So sind es von Menschenhand geschaffene Landschaften, beeinflusst durch die jeweils aktuellen Moden der Zeit, die unser Bild von Landschaft prägen. Und oft sind es Künstler und Künstlerinnen, die diese Bilder im kollektiven Gedächtnis verankern, indem sie Landschaften in Zeichnungen, Grafiken, Drucken, Gemälden, Fotografie, Film oder sogar mittels Sound festhalten – mal realistisch abbildend, mal künstlerisch kommentierend und dann wieder visionär in die Zukunft gedacht.

Auftrag Landschaft ist die erste Ausstellung am ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf. Sie zeigt neun Positionen von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 Seite an Seite mit über zwanzig Künstlern, die sich mit dem Thema Landschaft in der ehemaligen DDR auseinandergesetzt haben.

Die präsentierten Positionen sind ebenso vielfältig, wie die Landschaft, die betrachtet wird. Bereits der Titel Auftrag Landschaft spielt sowohl auf den Begriff der Auftragskunst und die Landschaft als künstlerisches Sujet an, als auch auf gesellschaftliche Verantwortung, Umweltschutz und soziale Funktionen der Landschaftsgestaltung.

Die Verbindung von Kunst in der DDR mit zeitgenössischen Positionen eröffnet dabei teils ungeahnte Bezüge. Einerseits veranschaulicht sie, wie sich gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen in künstlerisches Schaffen einschreiben, anderseits werden immerwährende Themen über die Jahrzehnte hinweg beleuchtet. So überführt Auftrag Landschaft die bereits im Titel angelegten Assoziationen in ein räumliches Erlebnis, das seine Besucher und Besucherinnen mal subtil poetisch, mitunter humorvoll, aber auch mit politischer Ernsthaftigkeit empfängt.

Die Ausstellung wurde von Katja Aßmann in Zusammenarbeit mit Angelika Weißbach und Jeannette Brabenetz kuratiert.

Künstlerpositionen:

atelier le balto (DE/FR), Kurt Buchwald (DE), Günther Brendel (DE), Manfred Butzmann (DE), Wolfgang Domröse (DE) ,|Erik Göngrich (DE), Jeanne van Heeswijk (NL), Jeppe Hein (DE/DK),  Joseph W. Huber (DE),| Köbberling/Kaltwasser (DE),  Janet Laurence (AU), Seraphina Lenz (DE),
Charlotte E. Pauly (DE), Nuria Quevedo (DE/ES), Michael Sailstorfer (DE), Ralf-Rainer Wasse (DE), Olaf Wegewitz (DE), ZimmerFrei (BE/IT),

Sowie die Grafikmappen

Kamern, 1969/70 mit Arbeiten von Sigrid Artes, Klaus Drechsler, Dietrich Fröhner, Willy Günther, Walter Lauche, Klaus Magnus, Gerhard Schwarz, Elfriede Seibt, Lothar Sell, Erika Stürmer-Alex, Aini Teufel, Christine Wahl, Matthias Wegehaupt

Landschaften – 8 Grafiken zu Gedichten von Johannes R. Becher, 1981 mit Arbeiten von Otto Möhwald, Uwe Pfeifer

Natur und Umwelt, 1982 mit Arbeiten von Meinhard Bärmich, Rudolf Sittner
Stadt Landschaft Berlin, 1987 mit Arbeiten von Joachim Bayer, Martin Colden, Olaf Nehmzow, Hanns Schimansky, Margot Sperling

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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

 

 

Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow in Kooperation mit dem Forum Kunstarchiv Beeskow e.V.

 

 

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Bogensee. Junge Kunst im Auftrag

Eine Initiative des Zentralrats der Freien-Deutschen-Jugend (FDJ)
Ausgewählte Bildwerke aus dem Bestand des Beeskower Kunstarchivs

In den Jahren 1983-86 wurden zwischen dem FDJ-Zentralrat und den Kunsthochschulen der DDR vertragliche Regelungen zur „bildkünstlerischen Ausgestaltung“ der FDJ-Jugendhochschule Wilhelm Pieck am Bogensee bei Berlin getroffen. Demzufolge sollten Werke von jungen Künstlern, die im genannten Zeitraum ihren akademischen Abschluss erreichten, angekauft und zum Zweck der künstlerischen Ausgestaltung der Jugendhochschule eingesetzt werden. Bei den meisten der auf diesem Wege erworbenen Kunstwerke handelt es sich um bildnerische Äußerungen, die als Ausdruck des Zeitgeistes der an die Grenzen ihrer Existenzmöglichkeiten gekommenen DDR erkennbar sind. Sie stehen keinesfalls nur für die Verschönerung bestimmter Räume im Innen- und Außenbereich, sondern provozieren über ihre ästhetische Gestaltung hinaus Einblicke in die gesellschaftliche Situation der 1980er Jahre in der DDR und das kritische oder unkritische Potenzial der jungen Künstler von damals. Da das bis in die 1980er Jahre unveränderte Beharrungsvermögen von Funktionären inzwischen einer erstaunlichen Zurückhaltung bzw. Nichteinmischung aus Toleranz und Unsicherheit gewichen war, haben Künstler bevorzugt solche Arbeiten abgeliefert, in denen die der Kunst und Literatur zugefallen Aufgaben einer gesellschaftskritischen Ersatzöffentlichkeit den Ton angaben.
Die Ausstellung mit 35 ausgewählten Arbeiten der Malerei und Grafik, darunter Werke von Roland Borchers, Neo Rauch oder Bodo Münzner, ist als vierter Teil der erfolgreichen Reihe konzipiert, die mit Schichtwechsel und den Stationen Krefeld, Eupen/Belgien und Beeskow ihren Anfang nahm, mit Seitenwechsel an denselben Stationen fortgesetzt wurde, die Profil durch Max Lingner. Das Spätwerk in der Zusammenarbeit mit der Max-Lingner-Stiftung Berlin gewann.
Zur Ausstellung erscheint ein handliches und informatives Begleitheft, in dem alle in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke reproduziert wurden, aber auch das Wesentliche aus der Geschichte von Bogensee nachzulesen ist.

 

Gefördert von der Sparkasse Oder-Spree und dem Landkreis Oder-Spree

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Schaudepot

Blick ins Depot des Kunstarchivs Beeskow. Foto: Kevin Fuchs; v.l.o.n.r.u.: Michail A. Kanejew, Leiningrad - Malaja Sadowaja Straße, 1980; Edgar Klier, Fest der Bergarbeiter, 1969; Adam Kurtz, Eilmarsch, 1989; Lothar Weber, Porträt Ernst Brünkmann, 1965, VG Bild-Kunst, Bonn 2019; Norbert Wagenbrett, Arbeiterporträt, 1986, VG Bild-Kunst Bonn, 2019; Ulla Walter, Für Olof Palme, 1986; Ullrich Schollmeyer, Ausfahrt, 1983-86; Hans Scheibner, Musiziernde Kinder, 1974; Georg Schlicht, Karl Marx, o. J.

Das Kunstarchiv Beeskow ist ein offenes Depot, das es seinen Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, ein breites Spektrum der in ihm archivierten Werke zu entdecken.

 

Eine Besichtigung des Depots ist im Rahmen regelmäßig stattfindender Führungen möglich. Zusätzlich besteht das Angebot, Führungen auch zu gesonderten Terminen zu buchen.

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Großformatige Ölgemälde, fragile Papierarbeiten, schwere Bronzebüsten, feine Keramik, aufwendig geknüpfte Wandteppiche – nicht nur die Quantität, besonders die Vielfalt des Beeskower Bestands verlangt eine Depotanlage, die für jedes Kunstwerk einen adäquaten Platz bietet.

Diesem konservatorischen Anspruch wird das Kunstarchiv seit Ende 2018 an seinem neuen Standort gerecht. In direkter Nachbarschaft zur Burg Beeskow gelegen, entsprechen die neuen Räumlichkeiten den aktuellen Standards. Der zusätzliche Raumgewinn und die moderne Technik versprechen nicht nur eine dauerhafte Sicherung der Kunstwerke, sondern stellen vor allem auch einen entscheidenden Schritt zu ihrer besseren Sichtbarkeit dar.

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On Tour

Ansicht der Ausstellung "Ost - Berlin" im Ephraim-Palais in Berlin © Stadtmuseum Berlin, Foto: Ch. Kielmann

„Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Berlin und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam. Ein Publikumsmagnet! Seit der Eröffnung der Ausstellung im Ephraim Palais haben bereits 37.000 Besucher*innen Einblicke in die Geschichte der „Hauptstadt der DDR“, von den 1960er Jahren bis zum Mauerfall 1989, genommen. Gleich im ersten Raum steht das Publikum vor Walter Womackas „Berlin“ (1987) – ein Panorama entlang der Spree mit Berliner Dom, Palast der Republik, Rotem Rathaus, Fernsehturm und Altem Stadthaus. Das wandfüllende Gemälde kommt aus Beeskow und ist nun noch bis zum 10.11.2019 in Berlin zu sehen.

Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Am Montag, den 22.07.2019 wurde mit vielen Gästen die große Schau „Point of No Return“ im Museum der bildenen Künste Leipzig eröffnet. Die Ausstellung versammelt über 300 Werke ostdeutscher Kunst. Das Kunstarchiv Beeskow ist in Leipzig mit drei Leihgaben vertreten. Wir freuen uns besonders über die Aufmerksamkeit, die in diesem Rahmen dem Werk „Aufbruch“ von Norbert Wagenbrett zuteil wird und es nun bis in die New York Times geschafft hat! So geht’s von Beeskow in die Welt.

Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Beim Aufbau: Martin Maleschka im SATELLIT der Architektur Galerie Berlin.
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Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Montage der insgesamt 16 Tafeln. Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Installation des Stableuchtensystems, das 1974 vom Formgestalter Peter Rockel entworfen wurde und als bestimmendes Element der Inneneinrichtung des Palasts der Republik berühmt. Foto: Martin Maleschka.
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Vier Teile des Wandgemäldes „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ von Willy Sitte werden in der Präsentation „Aus der Schatzkammer“ des Fotografen und Dokumentaristen Martin Maleschka zu sehen sein. Fragmente dieser monumentalen Arbeit waren zuletzt 2013 in Trier ausgestellt. Nun bietet sich im SATELLIT der Architektur Galerie Berlin zum zweiten Mal nach 1990 die Gelegenheit. Am Donnerstag, den 21.11. wird um 19 Uhr die Ausstellung mit einleitenden Worten von Florentine Nadolni eröffnet und läuft dann bis zum 9.1.2020.

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Martin Maleschka kombiniert für seine Installation zwei ikonografische Artefakte künstlerischer Arbeit in der DDR gegenüber: Je eines aus seinem privaten Archiv sowie dem Kunstarchiv Beeskow.

Aus seinem eigenen Fundus stammen die Fragmente des Stableuchtensystems, das in zahlreichen Kultureinrichtungen der DDR eingebaut und vor allem durch seine nahezu überbordende Verwendung im Foyer des ehemaligen Palastes der Republik in Berlin bekannt wurde. Das System wurde 1974 vom Formgestalter Peter Rockel entworfen, der sich dabei vom „Lichtsystem 2000“ der westdeutschen Firma Kinkeldey inspirieren ließ.

Aus dem Kunstarchiv Beeskow, das 17.000 Kunstwerke aus 40 Jahren DDR bewahrt, ausstellt und erforscht, hat Maleschka drei Teile (von insgesamt 16) des Wandbildes „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ von Willi Sitte ausgewählt. Sitte gilt als einer der wichtigsten staatstreuen Künstler der DDR schuf das 5 mal 9 Meter große Wandbild 1979 für die SED Parteischule „Karl Marx“ in Berlin.

Während es sich beim gebrauchsorientierten Leuchtensystem um ein beinahe zeitloses Design handelt, zeugt das bereits unmittelbar nach der Wende demontierte Monumentalbild Sittes von der Vergänglichkeit politisch orientierter Kunst. Die durch Maleschka inszenierte Gegenüberstellung verdeutlicht die zeitenabhängige Relevanz von politisch orientiertem künstlerischen Schaffen. Gleichzeitig plädiert die Installation für einen von ideologischem Ballast unabhängigen Blick auf das Wesentliche. Für die immensen Interpretationsspielräume zwischen künstlerischer und kulturpolitischer Bedeutung vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels steht nicht zuletzt auch der Ort der Installation selbst, die legendäre Karl-Marx-Allee (von 1949 bis 1961 Stalinallee).

Martin Maleschka studierte Architektur an der BTU Cottbus-Senftenberg. Schwerpunkt seiner Arbeit als Fotograf, Dokumentarist und Chronist der „Ostmoderne“ ist die architekturbezogene Kunst der DDR. 2019 erschien bei DOM Publishers sein vielbeachtetes Buch „DDR. Baubezogene Kunst – Kunst im öffentlichen Raum 1950 bis 1990“, das die erste umfassende Darstellung zu diesem Thema ist.

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