Museum Utopie und Alltag

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Standort Eisenhüttenstadt

Erich - Weinert - Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, Feiertage
11 – 17 Uhr
Schulklassen nach Vereinbarung

Fällt der Feiertag auf einen Montag, ist das Museum geöffnet. Heiligabend, Silvester, Neujahr bleibt das Museum geschlossen, auch montags.
Die Ausstellungen sind behindertengerecht zugängig. Ein Fahrstuhl und ein barrierefreies WC sind vorhanden.

Eintrittspreise

pro Person: 4 €
Ermäßigt: 2 €*

Gruppen: 40 €**
Führungen: 30 / 50 €***
Schulprojekte: 15 € zzgl. 1 € p. P

*Schüler*innen, Student*innen, Schwerbeschädigte, Senior*innen; Kinder unter 7 Jahren frei
** maximale Gruppengröße: 20 Personen
***maximale Gruppengröße: aktuell 6 Personen; Di-Fr: 30 € / Sa-So: 50 €

Standort Beeskow

Spreeinsel
Zugang über Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

Besuch

Das Beeskower Kunstarchiv kann im Rahmen von Führungen besucht werden. Neben Führungen im laufenden Veranstaltungsprogramm besteht das Angebot, diese gesondert zu buchen. Anmeldung unter: 03366 – 352727.

Eintrittspreise

pro Person: 9 €
Ermäßigt: 7 € *

Sonderführungen
Gruppenpauschale: 26 €
zzgl. Preis p. P.**

* Schüler*innen, Student*innen, Schwerbeschädigte
** maximale Gruppengröße: aktuell 10 Personen

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Museum Utopie und Alltag

Telefon: 03364 – 417 355
Fax: 03364 – 418 947
museum@utopieundalltag.de

Post- und Rechnungsanschrift:
Landkreis Oder-Spree
Kunstarchiv / DOK
Breitscheidstr. 7
15848 Beeskow

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Ausstellungen

Sonderausstellungen

VorschauArchiv
Plattenbau in Schwedt, 2021. Foto: Martin Maleschka, © Martin Maleschka
Plattenbau in Schwedt, 2021. Foto: Martin Maleschka, © Martin Maleschka
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Eisenhüttenstadt im Wandel, Fotomontage von Martin Maleschka, (c) Fotograf.
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Der Umbruch von 1989/90 bedeutet für viele Städte Ostdeutschlands eine tiefe Zäsur. Der Typus der sozialistischen Stadt mit seinen vergesellschafteten Formen zu arbeiten, zu wohnen und zu leben kollidiert mit dem Abbau von Industrie und den Idealen einer individualisierten Erlebnisgesellschaft. Geburtenrückgang und Abwanderung führen zu schrumpfenden Wohngebieten, Abrissen und zu einem durchgreifenden Stadtumbau.

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Wie werden sich diese Städte künftig behaupten können? Birgt ihre Krise auch Chancen, enthält ihre besondere Geschichte gar eine Eigenlogik mit Potenzialen für die Zukunft? Das Museum Utopie und Alltag lädt ein, über diese Fragen gemeinsam nachzudenken.

Das Beispiel Eisenhüttenstadt bietet sich dazu besonders an: Vor 70 Jahren in peripherer Lage gleichsam auf Neuland gegründet, wird Eisenhüttenstadt als „Stadt neuen Typs“ den Bedürfnissen einer sozialistischen Gesellschaft auf den Leib geschneidert: mit großzügig bemessenen sozialen Räumen und mit aufwendiger Architektur. Wenige Monate zuvor beginnt der Bau des Eisenhüttenkombinats Ost, dem eine tragende Rolle für die Schwerindustrie des neuen Staates zugewiesen ist. Im letzten Jahr der DDR zählt das Werk über 10.000 Beschäftigte und Eisenhüttenstadt mehr als 50.000 Einwohner*innen.

Mit dem Ende des Realsozialismus ist der Stahlstandort gefährdet. Gemeinschaftlich erstreiten die Bürger*innen und Beschäftigten den Fortbestand des Werkes, in dem dann noch knapp 3.000 Menschen arbeiten. Der Stadtkern wird mustergültig saniert und ist heute ein Baudenkmal von internationalem Rang. Indes leben nur noch 25.000 Menschen in Eisenhüttenstadt, mit weiter abnehmender Tendenz. Ganze Nachbarschaften wurden bereits rückgebaut.

Die Ausstellung richtet den Blick weiterhin auf zwei Vergleichsbeispiele: Nowa Huta, wie Eisenhüttenstadt in der Ära Stalins als neue Stadt geplant, jedoch als Teil einer Metropolregion, und Schwedt, ab 1960 mit Plattenbauquartieren zur Industriestadt ausgebaut und später Geburtsstätte und Laboratorium des Stadtumbaus.

Zu den Exponaten zählen städtebauliche Pläne, Modelle, Fotografien, darunter sowohl historisches als auch aktuell gefertigtes Material.
Begleitet wird die Ausstellung von der Installation DDR Noir der Künstlerin Henrike Naumann.

Besucher*innen, Bewohner*innen und Expert*innen sind eingeladen, Ideen, Möglichkeiten und Wünsche für die Zukunft von Eisenhüttenstadt einzubringen.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Sie entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin, Fachgebiet Visuelle Kommunikation, sowie in Zusammenarbeit mit der Stadt Eisenhüttenstadt, dem Städtischen Museum und der Abteilung Stadtarchiv. Medienpartner ist Das Magazin. Lokaler Medienpartner ist das Oder-Spree Fernsehen OSF.

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Thomas Kläber, o. T. („Erlebnis Trasse“), 1984, ©Th. Kläber

Bereits seit Jahrzehnten wird um die Vorherrschaft auf dem europäischen Energiemarkt gerungen. Die Beteiligung am Ausbau der »Drushba«-Trasse (russ. Дpyжбa; dt. Freundschaft) in den 1970er Jahren und ihre Erweiterungen bis in die 1990er Jahre waren das Vorzeige-Projekt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Ausland.

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Tausende Arbeiter*innen waren über Jahre entlang der Trasse im Einsatz, dafür bekam die DDR Erdgas aus der Sowjetunion. Das »Jahrhundertprojekt« wurde von einer großangelegten Kulturkampagne begleitet. Die Ausstellung widmet sich der Verknüpfung von Kultur- und Wirtschaftspolitik, untersucht, welches Image für die Öffentlichkeit konstruiert wurde und welche Rolle die Kunst dabei spielte.

Projektraum: ehem. Selbstbedienungskaufhalle, Saarlouiser Straße 60a, Eisenhüttenstadt

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2021 »Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung«

Kulturland Brandenburg 2021 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen.

Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Besonderer Dank gilt Holger Friedrich, der den Projektraum für die Ausstellung zur Verfügung stellt.

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Blick in die Ausstellung „Zeitumstellung“ mit Werken von Claudia Borchers, Wolfgang Eckhardt und Maria Mateva, Foto: Birgitta Schmidt
Blick in die Ausstellung „Zeitumstellung“ mit Werken von Claudia Borchers, Wolfgang Eckhardt und Maria Mateva, Foto: Birgitta Schmidt
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Blick in die Ausstellung „Zeitumstellung“ mit einem Werk von Annett Zinsmeister, Foto: Birgitta Schmidt
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Blick in die Ausstellung „Zeitumstellung“ mit Werken Albrecht Gehse, Max Görner, Gerd Gombert, Bruno Griesel , Michael Hegewald, Frenzy Höhne, Achim Kircher, Konrad Knebel und Barbara Müller-Kageler, Foto: Birgitta Schmidt
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Blick in die Ausstellung „Zeitumstellung“ mit Werken von Konrad Knebel und Barbara Müller-Kageler, Foto: Birgitta Schmidt
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Werke aus dem Kunstarchiv Beeskow im Dialog mit zeitgenössischen Positionen

Eine Ausstellung im Schloss Biesdorf, Berlin

 

Das Schloss Biesdorf ist ab dem 19. Mai 2021 wieder geöffnet.
Die Voraussetzungen für einen Besuch der Ausstellung und weitere Informationen finden Sie auf www.schlossbiesdorf.de.

 

Die Erinnerung an die DDR als Land der eigenen Herkunft und Teil der heutigen Bundesrepublik steht im Fokus der Ausstellung „Zeitumstellung“. Gesellschaftspolitische Entwicklungen der jüngsten Zeit machen deutlich, wie divers und heterogen die Erinnerungen an dieses vermeintlich „verschwundene“ Land sind. Das Zusammenspiel ausgewählter Arbeiten des Beeskower Kunstarchivs mit zeitgenössischen Positionen eröffnet in dieser Ausstellung neue Dialoge, Sichtweisen und Fragestellungen und erweitert den Blick über die historisch bedingten Grenzen hinaus.

 

Kuratiert von Elke Neumann
Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Schloss Biesdorf und dem Kunstarchiv Beeskow

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Über 70 Arbeiten aus dem Beeskower Kunstarchiv treten im Schloss Biesdorf in einen Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten, die zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffen wurden. So werden Karl-Liebknecht-Büsten der Künstlerin Ruthild Hahne Teil einer Arbeit des Künstlers Daniel Theiler. In diesem Zusammenspiel finden sich die über 70jährigen Skulpturen in der gegenwärtigen Diskussion um die Gestaltung der Berliner Stadt-Mitte wieder.
Arbeiten der Künstlerin Barbara Müller-Kageler und des Künstlers Michael Hegewald aus den 1970er und 1980er Jahren werden um ihre jeweils aktuell geschaffenen Arbeiten ergänzt. Kontinuitäten und Diskontinuitäten in Themen und Umsetzung des künstlerischen Schaffens werden in der zeitübergreifenden Zusammenschau erfahrbar.
Aus Schrankwänden und Küchenmöbeln aus der Sammlung des Dokumentationszentrums für Alltagskultur der DDR hat die Künstlerin Inken Reinert ihre Arbeit zusammengesetzt: „Entsammelte“ Bestandsstücke werden hier zur raumgreifenden Installation.

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Vorschau

Archiv

Nachlass Roger Melis Kinder in der Kollwitzstraße, Berlin 1974

 

Kaum ein zweiter Fotograf hat die Ostdeutschen und ihre Lebenswelt so lange, so intensiv und in so vielen Facetten beleuchtet wie Roger Melis (1940-2009). Drei Jahrzehnte lang bereiste der Mitbegründer und Meister des ostdeutschen Fotorealismus von Berlin aus die DDR als ein Land, das er unter der Herrschaft der SED oft als »still« und erstarrt empfand. In atmosphärisch dichten, oft symbolhaften Fotografien dokumentierte er das alltägliche Leben der Menschen in Stadt und Land, ihre Arbeits- und Lebensbedingungen, aber auch die mehr oder weniger freiwillig absolvierten politischen Rituale im realen Sozialismus.

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»Mir ging es beim Fotografieren nur selten darum, einen besonderen, nicht wiederholbaren Augenblick festzuhalten. Der Augenblick, den ich immer wieder aufzuspüren suchte, war vielmehr der, in dem das Besondere, das Außergewöhnliche, das Zufällige von den Menschen und Dingen abfällt und sie ihr Wesen, ihre Eigentümlichkeit preisgeben.«

Eindringliche Fotografien von Schriftstellern und bildenden Künstlern machten Melis bereits in den 1960er Jahren in Ost und West bekannt. Viele seiner Autorenporträts, etwa von Anna Seghers, Heiner Müller, Christa Wolf, Sarah Kirsch oder Wolf Biermann, prägten fortan in Zeitungen und Zeitschriften, in Büchern und Kalendern, auf Plakaten und Schallplattenhüllen das »Gesicht« der ostdeutschen Kultur mit und gehören heute zu den Klassikern des Genres.

Mit der gleichen Sorgfalt porträtierte Melis Menschen aus nahezu allen sozialen Bereichen, Arbeiter und Betriebsdirektoren, Bauern und Waldarbeiter, Handwerker und Händler, Kinder und »Halbstarke«, Funktionäre und Dissidenten.

Melis suchte die Menschen am liebsten dort auf, wo sie arbeiteten, und begegnete allen mit dem gleichen Respekt. Seine Porträts der Ostdeutschen zeigen keine Typen und suchen niemanden zu entlarven, sie nähern sich den Menschen behutsam und sind offen für die Verschiedenheit ihrer Erfahrungen.

Den einfühlsamen Porträts stehen Fotografien aus vielfach in eigenem Auftrag entstandenen Reportagen und bestechende Milieustudien zur Seite, die gemeinsam ein vielschichtiges Bild der DDR entwerfen. Die Bilder erzählen vom Stolz und Selbstbewusstsein der Ostdeutschen, lassen Zeichen von Skepsis und Resignation, aber auch Trotz und den wachsenden Mut erkennen, der das System schließlich mit zum Einsturz brachte.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Roger Melis Archiv und wurde von Mathias Bertram kuratiert. Im Lehmstedt Verlag sind zwei Begleitbände, »In einem stillen Land« und »Die Ostdeutschen«, erschienen.

Hier geht’s zum virtuellen Rundgang …

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Dauerausstellung Eisenhüttenstadt

Alltag: DDR – die Dauerausstellung: Foto: Bernd Geller
Alltag: DDR – die Dauerausstellung: Foto: Bernd Geller
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Alltag: DDR – die Dauerausstellung: Foto: Bernd Geller
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Alltag: DDR – die Dauerausstellung: Foto: Bernd Geller
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Die ständige Ausstellung in Eisenhüttenstadt führt in zehn Räumen in den Alltag, in Politik und Gesellschaft der DDR ein. Die einzelnen Ausstellungsbereiche zeigen die unterschiedlichen Seiten des DDR-Alltags in Familie und Arbeit, berichten über Konsum, Bildung und Kommunikationsmöglichkeiten. Weitere Räume erläutern das Herrschaftssystem in der DDR, beleuchten die sogenannte „sozialistische Lebensweise“ und berichten über die oppositionellen Milieus der 1980er Jahre.

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Am Beginn der Ausstellung wird über Eisenhüttenstadt informiert, den Standort der Daueraussstellung. Alle Ausstellungsräume werden von einer „Chronologie in Objekten“ miteinander verbunden.

Die ständige Ausstellung kombiniert zahlreiche Objekte, Fotografien und Dokumente mit Filmen und Interviews, die auf Medienstationen abrufbar sind. Hintergrundinformationen sind für jedes Ausstellungsthema auf integrierten PC-Datenbanken verfügbar. Audioguides mit ausgewählten Objektgeschichten ergänzen das Ausstellungsangebot.

Zur Ausstellung ist ein ausführliches Begleitbuch im Ch. Links Verlag erschienen.

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Schaudepot Beeskow

Einblick in das Beeskower Gemäldedepot. Foto: Martin Maleschka

Das Museum Utopie und Alltag am Standort Beeskow ist ein offenes Depot, das es den Besucher*innen ermöglicht, ein breites Spektrum der in ihm archivierten Werke unmittelbar zu entdecken.
Eine Besichtigung des Depots ist im Rahmen regelmäßig stattfindender Führungen und Veranstaltungen möglich. Zusätzlich besteht das Angebot, Führungen auch zu gesonderten Terminen zu buchen.

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Großformatige Ölgemälde, fragile Papierarbeiten, schwere Bronzebüsten, feine Keramik, aufwendig geknüpfte Wandteppiche – die in Beeskow bewahrte Zusammenstellung öffentlich finanzierter Kunstwerke bietet facettenreiche Einblicke in das Kultur- und Kunstsystem der DDR.
Vor 1990 im Besitz von Organisationen wie etwa dem Freiem Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB), dem Kulturbund oder den Parteien gehören sie heute den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. An ihnen lassen sich einerseits politische und gesellschaftliche Normen ablesen, andererseits lädt der Bestand dazu ein, bildnerischen und ästhetischen Qualitäten nachzuspüren.

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On Tour

Günther Brendel, Bauarbeiter des Alexanderplatzes, 1969, Öl auf Holz, Kunstarchiv Beeskow

Der Kunstverein KVOST widmet seine aktuelle Ausstellung Kunstwerken, die im Rahmen des Wiederaufbaus des Berliner Zentrums (Ost) in der DDR entstanden sind. Eine Leihgabe kommt aus Beeskow: Das großformatige Gemälde „Bauarbeiter des Alexanderplatzes“ (1969) von Günther Brendel.

 

10.06.-21.08.2021
Ausstellung „Da seid ihr ja!“
Kunstverein KVOST Berlin
https://kvost.de/

Barbara Raetsch, Rekonstruktion eines Holländerhauses, 1987, Öl auf Leinwand, Kunstarchiv Beeskow

Wir gratulieren Barbara Raetsch zur Verleihung des Ehrenpreises des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für ihr Lebenswerk!

Als Leihgabe aus Beeskow ist ihr Gemälde „Rekonstruktion eines Holländerhauses“ (1987) auf der Ausstellung zum Brandenburgischen Kunstpreis in Neuhardenberg zu sehen.

 

09.05.-22.08.2021
Ausstellung „Brandenburgischer Kunstpreis“
Stiftung Schloss Neuhardenberg
https://www.schlossneuhardenberg.de

Simson-Abholung durch die Kunstspedition

Am 23.02.2021 machte sich unsere Simson auf  den Weg ins Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Dort ist sie Teil der Ausstellung Deutsches Design 1949 – 1989. Zwei Länder, eine Geschichte, die bis zum 5. September 2021 gezeigt wird.

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Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte deutsches Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Nach 1949 nahm es einen wohl einzigartigen Verlauf: in den zwei Teilen des gespaltenen Landes setzte sich die Entwicklung der Vorkriegszeit unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen fort. Das Vitra Design Museum präsentiert die Ausstellung »Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte«, die mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung erstmals die deutsche Designgeschichte der Nachkriegszeit in einer großen Gesamtschau untersucht. Dabei werden die unterschiedlichen Lebenswelten auf beiden Seiten der Mauer deutlich, aber auch die vielen Parallelen und Querbezüge, die das Design in Ost und West verbanden. Gefördert wird die Ausstellung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Informationen unter: Vitra Design Museum

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Foto: MOUSSE PUBLISHING
Foto: MOUSSE PUBLISHING
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Urlaubs- und Freizeitszenen am Springsee in Brandenburg, August 1952, privates Fotoalbum, Bestand Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Reproduktion: Armin Herrmann.
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COLD REVOLUTION. CENTRAL AND EASTERN EUROPEAN SOCIETIES IN TIMES OF SOCIALIST REALISM, 1948–1959“

 

Zacheta Nationalgalerie Warschau
25. Mai.- 19.September 2021

 

Die Ausstellung untersucht das Wechselspiel von visueller Kultur und den radikalen gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich während der 1950er Jahre in den kommunistischen Diktaturen Zentral- und Osteuropas vollzogen. Das Museum Utopie und Alltag ist in der Ausstellung mit einer kleinen Auswahl Leihgaben vertreten. Hierzu zählten einige private Photoalben aus den 1950er Jahren, die die Etablierung einer populären Freizeit- und Erholungskultur im ersten Nachkriegsjahrzehnt belegen.

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Im Nachgang zu einer gleichnamigen Tagung, die im Vorfeld des Ausstellungsprojektes realisiert werden konnte, ist jüngst ein englischsprachiger Sammelband im Hause MOUSSE PUBLICATIONS erschienen:

Cold Revolution. Central and Eastern European Societies in Times of Socialist

English
320 pages
Softcovers, 16 × 21.5 cm
ISBN 978-88-6749-450-7
€ 25 / $ 29.95

Edited by Jérôme Bazin, Joanna Kordjak
Texts by Justyna Balisz-Schmelz, Jérôme Bazin, Irina Cărăbaș, Ralf Forster, Maja and Reuben Fowkes, Katerina Gadzheva, Wojciech Grzybała, Emma Hanzlíková, Sándor Hornyik, Sándor Horváth, Astrid Ihle, Constantin Iordachi, Dorota Jarecka, Vít Jakubíček, Marie Klimešová, Joanna Kordjak, Doreen Mende, Alina Mircea, Zsolt Petrányi, Agata Pietrasik Kristina Popova Nadège Ragaru Gábor Rieder, Hana Rousová, Piotr Rypson, Piotr Słodkowski, Oliver Sukrow, Aleksandra Sumorok, Ondřej Táborský, Monika Talarczyk, Irina Tulbure, Aneta Vasileva, Magdalena Ziółkowska

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Studiolo im Oderbruch Museum Altranft, Foto/Copyright: Alex Schirmer
Studiolo im Oderbruch Museum Altranft, Foto/Copyright: Alex Schirmer
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Studiolo im Oderbruch Museum Altranft, Foto/Copyright: Alex Schirmer
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Der Bildersalon des Oderbruch Museums: Links, ganz oben in der Ecke hängt das Beeskower Bild „Alt-Wustrow“ (1983) von Günter Brendel. Foto: Kunstarchiv, ©Künstler*innen, Kunstarchiv.
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Die Objekte, die als Leihgaben dem Beeskower Kunstbestand und der Eisenhüttenstädter Sammlung Alltagskultur in andere Häuser gehen, sind nicht immer leicht zu entdecken. Das gilt besonders im Studiolo und im Bildersalon, des Oderbruch Museums Altranft.

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Hier sind viele Gegenstände, ähnlich wie in einer Wunderkammer, zusammengetragen, die je Geschichten über das Oberbruch erzählen. Für die Geschichten aus der Zeit der DDR stehen stellvertretend u.a. Alltagsgegenstände wie Konserven und Zigarillos.

Über 30 Werke des Malers und Grafikers Günter Brendel (*1930)  befinden sich im Beeskower Kunstbestand. Neben zahlreichen Berliner Stadtansichten sind auch Landschaften jenseits des urbanen Zentrums von ihm gemalt worden. Das Bild „Alt-Wustrow“ (1983) zeigt das titelgebende Dorf im Oderbruch. Im Bildersalon des Oderbruch Museum in Altranft ist es bis Ende des Jahres Teil einer vielseitigen Zusammenstellung von Kunstwerken aus dem und über das Oderbruch.

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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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„WOHNMASCHINE 2.0“, Foto: Martin Maleschka
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Die Wohnmaschine 2.0 ist die Neuauflage der Wohnmaschine Eisenhüttenstadt aus dem Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019. Sie fand im Rahmen der Ausstellung „WBS70 Fünfzig Jahre danach“ im Kunsthaus Raskolnikow in Dresden statt. Sie ist eine erinnerungskulturelle künstlerische Installation des Fotografen und Künstlers Martin Maleschka.

 

Aus der alltagskulturellen Eisenhüttenstädter Sammlung hat sich Maleschka wieder eine Vielzahl von Objekten ausgesucht. Diesmal die Farbe Orange, die wie keine andere die Siebzigerjahre geprägt hat. Passenderweise hat er für sein Vorhaben eine WBS70 1-Raum-Wohnung in einem der letzten unsanierten Wohnblöcke in Dresden-Gorbitz von der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG zur Verfügung gestellt bekommen.

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Im instagrammable #ThingsOrganisedNeatly-Design arrangiert er dabei die Gegenstände so, dass sie durch ein ihnen zugrunde gelegtes ordnendes System Beziehung zueinander aufnehmen. Die Dinge werden ungeachtet ihrer Funktion im Wohnraum verteilt. Aber auch die Wandflächen werden bespielt: Ansichtskarten und Briefmarken des Siebzigerjahre-Stolz‘ der Dresdner – der Prager Straße – sind zu sehen. Um die Sache letztlich DDR-gerecht abzurunden, hat er den Grundriss ‚seines‘ Wohnblocks in der Hainbuchenstraße mit einem Polylux an die Wand projiziert.

Maleschka verwandelt einmal mehr eine Plattenbauwohnung in einen temporären Art-Showroom und verleiht den Exponaten in dieser Darstellung eine einzigartige und ungewohnte Optik der teils als ostalgisch abgestempelten Utensilien.

WBS70 – Fünfzig Jahre danach 1970 – 2020

Kunsthaus Raskolnikow e.V.
Böhmische Straße 34
01099 Dresden – Neustadt

Satellitenausstellung „Wohnmaschine 2.0“
Hainbuchenstraße 10
01169 Dresden – Gorbitz
Öffnungszeiten: mittwochs 16 Uhr (durch Corona geschlossen)

Mehr Informationen rund um die Ausstellung:

http://galerie-raskolnikow.de

https://www.kunstoffplattenbau.de

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