Kunstarchiv Beeskow

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Kontakt

Kunstarchiv Beeskow

Postanschrift:
Breitscheidstraße 7
15848 Beeskow

Hausanschrift:
Spreeinsel Beeskow
Zugang über Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

E-Mail: info@kunstarchiv-beeskow.de
Telefon: 03366 – 35 27 35

Besuch

Das Kunstarchiv Beeskow kann im Rahmen von Führungen sowie von Veranstaltungen besucht werden.
Bitte beachten Sie dazu unser Programm.
Die Besuchsgruppen sind akutell auf 10 Personen beschränkt.
Wir empfehlen eine Voranmeldung unter: 03366 – 352727

Neben den öffentlichen Führungen im laufenden Veranstaltungsprogramm besteht das Angebot, diese gesondert zu buchen. Anmeldung unter: 03366 – 352727

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Eintrittspreise

Sonderführung
60 Minuten

Pro Person: 9 €
Ermäßigt: 7 €

Gruppen (aktuell max. 10 Personen):
26 €, zzgl. Preis

 

Wie Sie uns erreichen

Mit dem Auto aus Richtung Berlin über die A12 Abfahrt Storkow oder Fürstenwalde Ost und aus Richtung Süden kommend über die A13 Abfahrt Duben und weiter über die B 87.

Mit der Bahn RE 1 bis Fürstenwalde, Bus in Richtung Beeskow bis Hast. Bahnhof oder NEB: RB 36 bis Beeskow.

Mit dem Rad über den Spreeradweg (entlang der Spree von Sachsen nach Berlin, 196 km).

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Ausstellungen

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VorschauAktuellArchiv

Vorschau

Aktuell

 

Ab dem 4. November 2020 bleibt das Landtagsgebäude für den öffentlichen Besucherverkehr bis auf Weiteres geschlossen. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen:
www.landtag.brandenburg.de

 

Ob als Motiv in Magazinen oder von Künstlerinnen und Künstlern porträtiert: Darstellungen von Arbeit, Arbeiterinnen und Arbeitern waren bestimmend und allgegenwärtig in der Bildwelt der DDR.

 

Eine gemeinsame Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR im Brandenburger Landtag in Potsdam.

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Der Kunstbestand in Beeskow und die Sammlung in Eisenhüttenstadt verfügen über zahlreiche Bildmedien und Kunstwerke, die enorme Präsenz des arbeitenden Menschen in der visuellen Kultur der DDR eindrücklich belegen.

Von besonderem Interesse sind hierbei Werke, die als Serie konzipiert und umgesetzt, respektive veröffentlicht worden sind. Sie verdichten die Arbeiterin und den Arbeiter zum Typus und zur Heldenfigur, zeigen Arbeitskontexte und wiederholen Losungen zur sozialistischen Produktion schier unendlich. Es ergeben sich vielfältige Perspektiven auf das gesellschaftliche Ideal und die alltägliche Realität der Arbeit in der DDR. Damit verbunden sind Einblicke in die ostdeutsche Zeitgeschichte sowie Impulse zum Diskurs über damalige, heutige und zukünftige Arbeitsverhältnisse.

Mit Werken von Edmund Bechtle, Kurt Buchwald, Goran Djurovic, Jürgen Parche, Dieter Rex, Vera Singer, Marion Wenzel, Klaus Werner, Ursula Wolf, Walter Womack sowie mit Titelgestaltungen der Neuen Berliner Illustrierten, Porträtserien aus dem Magazin Sibylle, Karikaturen der Satirezeitschrift Eulenspiegel und Plakaten zum sozialistischen Wettbewerb.

Ausstellungsort:

Landtag Brandenburg
Alter Markt 1
14467 Potsdam

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden. An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Das Landtagsgebäude ist barrierefrei zugänglich.

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Archiv

Laienkurator*innen bei der Auswahl der Werke für ihre Ausstellung. Foto: Martin Maleschka

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts haben zwei Gruppen von Laienkurator*innen ausgehend vom Bestand des Kunstarchivs Beeskow je eine eigene Ausstellung gestaltet. Die zweite Gruppe präsentiert nun
Durch unsere Augen …

 

… schauen wir zurück ins Gestern und entdecken das Heute.

 

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Ihre Werkaus­wahl ist geprägt von persönlichen Erfahrungen, Vorlieben und Sichtweisen, wobei die Gruppe gemeinsam ein übergeordnetes Grundgerüst erarbeitet hat. Dieses be­schreibt sie so: „Die Vergangenheit ist nicht vorbei. Sie ist eingeschrieben in unsere Gegenwart. Die vier zentralen Themen – Zusammenleben, urbaner Raum, Umwelt und Frau in der Gesellschaft – ermöglichen, den geltenden Normen und Werten der Vergangenheit nachzuspüren und laden dazu ein, nach Parallelen und Unterschie­den zu unserer Gegenwart zu suchen. Durch die individuelle Auswahl wird jedes Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und die Vielschichtigkeit der damit aufgeworfenen Fragestellungen sichtbar. Die Ausstellung möchte keine ab­schließenden Antworten geben, sondern vielmehr zum Nachdenken darüber einla­den, was wir aus der Vergangenheit für heute lernen können. Was soll bleiben, was kann vergehen?“

Kurator*innen: Sebastian Böhme, Antje Danielowski, Astrid Epp, Saskia Heller, Katrin Hitziggrad, Lars Strenge

Das partizipative Ausstellungsprojekt „Alle in die Kunst!“  hat das Kunstarchiv Beeskow in Zusammenarbeit mit der Burg Beeskow realisiert und wird unterstützt durch den Verein Forum Kulturerbe der DDR.

Projektleitung: Martin Maleschka

Ausstellungsort: Galerie, Burg Beeskow, www.burg-beeskow.de

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Thomas Ziegler (1947-2014), Die große Teekanne (1985), Öl auf Hartfaser, Herkunft: Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern / Bestand Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020.
Thomas Ziegler (1947-2014), Die große Teekanne (1985), Öl auf Hartfaser, Herkunft: Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern / Bestand Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020.
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Dieter Gantz (1932-2018), Hommage à Carl Hofer (vor 1985-1987), Öl auf Leinwand, Herkunft: Magistrat von Berlin, Eigentum des Landes Berlin / Bestand Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020.
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Michael Zschocher (*1941), Mann nimmt seine Augenbinde ab (1945/1985) (vor 1989), Öl auf Hartfaser, Herkunft: Freie Deutsche Jugend, Zentralrat, Eigentum des Landes Berlin / Bestand Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020.
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Harald Kirschner (*1944), Denkmal Mutter Heimat – Kiew 1982 (1982), Aus der Mappe „Begegnungen. Fotografien aus vier Jahrzehnten“, herausgegeben von der Gesellschaft für Fotografie im Kulturbund der DDR (1985), Fotografie, Herkunft: Kulturbund der DDR, Eigentum des Landes Berlin / Bestand Kunstarchiv Beeskow, © Künstler.
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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

 

Öffnungszeiten: Di-So, 11-17 Uhr

 

Für alle, die sich im Vorfeld bereits einen ersten Eindruck verschaffen wollen, halten wir auch weiterhin einen 360°-Rundgang bereit:

>>zur virtuellen Ausstellung

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„Kunst der Erinnerung“ zeigt Gemälde, Grafiken und Fotografien, die sich mit dem II. Weltkrieg, der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Freundschaft zur Sowjetunion befassen. Diese Themen sind zentral für das Geschichtsverständnis der DDR, entsprechend präsent sind sie in der Kunst.

In den 1980er-Jahren werden dabei vermehrt Zwischentöne und vielschichtige Deutungen wahrnehmbar: jenseits von Idealisierung, antifaschistischem Mythos und bekenntnishafter Symbolik. Breit gefächert sind die ästhetischen Mittel. Sie reichen von realistischen, expressiven bis hin zu abstrahierenden Ausdrucksformen. In vielen Arbeiten verschmelzen Geschichtsreflexion und das Nachdenken über Gegenwartsprobleme wie autoritäre gesellschaftliche Verhältnisse, Militarismus und die Angst vor einem Atomkrieg. So entstehen Denkbilder von fortwirkender Aktualität.
Mit Werken u.a. von Petra Flemming, Dieter Gantz, Heidrun Hegewald, Hartmut Hornung, Gerhard Goßmann, Gerhard Kurt Müller, Norbert Wagenbrett, Thomas Ziegler.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres »Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg«.

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Die Laienkurator*innen der Ausstellung "Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt" bei der Auswahl der Werke. Foto: M. Maleschka

Ab dem 12. Mai geöffnet!

 

Bis zum Beginn der Sommerferien am 24. Juni 2020 genießen alle Besucher*innen freien Eintritt auf der Burg Beeskow!

 

Für alle, die sich im Vorfeld ihres Besuchs schon einen ersten Eindruck verschaffen wollen, halten wir auch weiterhin einen Online-Rundgang bereit:

 

>>zur virtuellen Ausstellung

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Im Rahmen des Projektes „Alle in die Kunst! Ausstellung Selbermachen im Kunstarchiv Beeskow” haben sich vier Frauen und ein Mann, die beruflich wenig bis gar nichts mit Kunst zu tun haben oder hatten, auf das Abenteuer eingelassen, als Laienkurator*innen eine Auswahl von Arbeiten aus dem Fundus des Kunstarchives zusammenzustellen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Ausstellung „Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt“.

Bei Ihrer Auswahl haben sich die Teilnehmenden – statt von einem kunsthistorischen Blick – vor allem von der eigenen Lebenserfahrung sowohl in Ost als auch in West leiten lassen. Klischees, die im Zusammenhang mit Kunst aus der DDR immer wieder gern bedient werden, zu vermeiden – das war ihnen bei ihrer Auswahl besonders wichtig. Unter den Titeln „Buntes Leben“, „Strukturen des Alltags“, „Traum und Realität“ sowie „Fadenschein“ zeigen sie nun in vier Räumen auf der Burg Beeskow Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie und textile Arbeiten, die eines gemeinsam haben: Sie erzählen vom „Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt“.

Kurator*innen: Wolfgang Hain, Kristin Lemke, Constanze Rehfeld, Helga Siegesmund, Christel Weingart

Mit Werken von Theo Balden, Bärbel Bohley, Wolfgang Böttcher, Manfred Butzmann, Wilfried Falkenthal, Herdegen Fehlhaber, Friedrich-Wilhelm Fretwurst, Michael Göttsche, Hans Helmbrecht, Cornelia Jäger-Brendel, Axel Krause, Wolfgang Mattheuer, Harald Metzkes, Lothar Rericha, Andreas Schmidt, Joachim Scholz, Manfred Senff, Hartmut Staake, Hannes H. Wagner, Heinz Wagner, Marion Wenzel, Barbro Wiederhold und Heidi Woitinek.

Das partizipative Ausstellungsprojekt „Alle in die Kunst!“  hat das Kunstarchiv Beeskow in Zusammenarbeit mit der Burg Beeskow realisiert und wird unterstützt durch den Verein Forum Kulturerbe der DDR.

Projektleitung: Martin Maleschka

Begleitprogramm

„Familie Brasch”, Filmvorführung und Gespräch mit Autorin Marion Brasch und Regisseurin Annekatrin Hendel
16. Mai, 19 Uhr

„Das Leben – eine Komödie“, Künstlergespräch mit Harald Metzkes
6. Juni, 14 Uhr

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Kurt Buchwald, Performance "Die große Säuberung, hinter großen Männern..." in Berlin und Paris 1989/90, Foto: Kurt Buchwald, aus der Mappe: Spurensuche, 1990, Kunstarchiv Beeskow, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.

Galerie in der Burg Beeskow

 

Grafik, Fotografie und Malerei aus dem Kunstarchiv Beeskow

Im Kunstarchiv Beeskow liegt die Gesamtauflage einer Grafikmappe, die 1991 zum 100. Geburtstag Johannes R. Bechers vom Kulturbund herausgegeben werden sollte. Alle Künstlerinnen und Künstler, die 1989 den Auftrag erhalten hatten, ein Blatt oder eine Fotoserie zu Johannes R. Becher zu gestalten, gaben ihre Werke (je 20 Exemplare) zwar 1990 noch beim Kulturbund ab, aber dieser löste sich im Mai des gleichen Jahres auf und die Mappe blieb unveröffentlicht.

 

Im Herbst 2019 wird diese Grafikmappe unter dem Titel „Spurensuche“ nun erstmals erstmals öffentlich ausgestellt werden.

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Die Grafiken und Fotografien sind von hoher Qualität und jeweils charakteristisch für die einzelnen Künstler*innen.

Zugleich handelt es sich um Zeitdokumente, da sie in einem besonderen historischen Moment entstanden und somit zum Teil explizit politisch konnotiert sind: So verweist z. B. Uwe Pfeifers Becher-Porträt deutlich auf Michael Gorbatschow. Kurt Buchwald dokumentiert in seiner Fotoserie die Performance „Stalin – Die große Säuberung“, welche 1990 beim Kunstfestival im Pariser La Villette stattgefunden hatte. Ursula Strozynski zeigt jene Gefängniszelle, in der Walter Janka – Dramaturg und Leiter des Aufbau-Verlages– in den 1950er Jahren unter Johannes R. Becher als Minister für Kultur wegen „Boykotthetze“ in Einzelhaft gesessen hatte.

Die Mappe umfasst 30 Werke: 14 Grafiken und 4×4 Fotografien. Die Arbeiten stammen von 18 Künstlerinnen und Künstler, die zwischen 1931 und 1954 geboren wurden und heute größtenteils in Berlin, Halle oder Leipzig leben :

Ingo Arnold, Falko Behrendt, Kurt Buchwald , Konstanze Göbel, Ulrich Hachulla, Ingrid Hartmetz, Karl-Georg Hirsch, Joachim John, Horst Peter Meyer, Bernhard Michel, Otto Möhwald, Christine Perthen, Uwe Pfeifer, Volker Pfüller, Thomas Rug, Ursula Strozynski, Ulrich Wüst und Fotis Zaprasis.

 

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Christine Perthen: o. T., 1982, Radierung, Foto: A. Herrmann, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.

Galerie in der Burg Beeskow

 

Grafiken aus dem Kunstarchiv Beeskow

Christine Perthen (1947 in Pirna – 2004 in Berlin) war eine einflussreiche Grafikerin und Zeichnerin. Sie hat ein poetisches wie reichhaltiges grafisches Werk der Nachwelt hinterlassen.

 

Die Schau kann im Rahmen der öffentlichen Führungen und gebuchter Sonderführungen erlebt werden.

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Das Kunstarchiv Beeskow schätzt sich glücklich 19 Einzelblätter sowie sechs weitere Arbeiten in fünf Grafikmappen zu bewahren. Der Bestand erlaubt einen Überblick über die Motivwahl und bildnerischen Konstruktionen der Künstlerin. Begleitend zur Ausstellung „Spurensuche. 1990“ in den Galerieräumen der Burg Beeskow präsentiert das Kunstarchiv im Studio des Depot eine Auswahl von Radierungen Perthens aus dem Beeskower Bestand.

Als Professorin an der Kunsthochschule Berlin Weißensee hat Christine Perthen von 1977 bis zu ihrem Tod viele Jahrgänge werdender Künstlerinnen und Künstler nachhaltig geprägt. Mit den Mitteln der Radierung hat sie einen besonderen und singulären bildnerischen Ausdruck erarbeitet. Ihr Sujet sind menschliche Körper, die oft in spannungsreichen Konstellationen erscheinen. Bildebenen und Figurenformen treffen einander und gehen ineinander über. Die Linie spielt in ihren Bildkompositionen eine überragende Rolle: ob als dichtgesetzte Schraffur oder als zarte, vage Andeutung. Wiederholt widmete sie Zyklen dem Schaffen anderer Künstler*innen. So radierte Christine Perthen Arbeiten zu Franz Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ oder zum Leben und Wirken Käthe Kollwitz.

Ab 1972 studierte Christine Perthen Modegestaltung an der Hochschule in Berlin-Weißensee bei Werner Klemke und Arno Mohr. 1976 wird sie Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR. Auch wenn ihre Konzentration hauptsächlich auf der Radierung lag, so hat sie immer wieder Bühnenbilder und Kostüme für das „theater im palais“ in Berlin entworfen.

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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; v.l.n.r.: Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gertrud Classen, Antifaschistin Käthe Rentmeister, nach 1950; Monika Hamann, Arbeiterportrait, 1981; Walter Arnold, Bildnis M. K. II, 1946, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Sabina Grzimek, Anna Seghers, 1968/88, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gustav Seitz, Porträt Hanns Eisler, 1952; Gerhard Rommel, Greta Kuckhoff, 1982; Fritz Cremer, Johannes R. Becher, 1963/64, VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Blick in die Ausstellung „über sehen“. Foto: Clara Messerschmidt; v.l.n.r.: Ludwig Engelhardt, Lenin, 1970, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Anna Franziska Schwarzbach, Vasilii Prochorovič Gorjatčkin, 1983, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Walter Arnold, Bildnis M. K. II, 1946, VG Bild-Kunst Bonn 2019; Gertrud Classen, Antifaschistin Käthe Rentmeister, nach 1950.
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Studioausstellung im Kunstarchiv Beeskow

 

Die Studioausstellung „über sehen“, als eine von drei Teilausstellungen, ist verlängert bis zum 22. September 2019 im Kunstarchiv Beeskow zu sehen.

 

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Seminars an der Humboldt- Universität zu Berlin, welches im Juli 2019 mit dem ersten Platz des Fakultätspreises für gute Lehre der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät 2019 ausgezeichnet wurde.

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Unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Bernhardt und in Kooperation mit dem Kunstarchiv Beeskow beschäftigten sich die Studierenden im Rahmen des Seminars „Kunst in der DDR. Theoretische und praktische Annäherung“ mit ausgewählten Porträt-Plastiken aus dem Bestand des Kunstarchivs, analysierten die Präsentation von Kunst aus der DDR seit den 1990er Jahren und konzipierten eine eigene Ausstellung – in drei Teilen.

Auch wenn der zweite Teil der Ausstellung in der Humboldt-Universität zu Berlin bereits beendet ist, können Interessierte bis zum 15. August auf eine Webseite – das dritte Format – zurückgreifen. Diese präsentiert Fotografien der in Beeskow ausgestellten Werke mit zugehörigen Texten der Studierenden.

Teil 1: Beeskow: Studioausstellung im Kunstarchiv Beeskow, 30. Mai – 22. September 2019
(Im Rahmen von Führungen besuchbar)

Teil 2: Berlin: Ausstellung in der Humboldt-Universität zu Berlin im Foyer Georgenstraße Nr. 47, 4. Juni – 12. Juli 2019 (beendet!)

Teil 3: Im Netz: Ausstellung im Internet (online 4. Juni – 15. August 2019)

Projektleitung:

Prof. Dr. Katja Bernhardt (Vertretung Professur Kunstgeschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin)

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Grafikmappe „Zu Liedern der Französischen Revolution", 1989, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Kevin Fuchs.

Schloss Biesdorf

 

1988 gibt der Verband Bildender Künstler der DDR eine Grafikmappe in Auftrag, die zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution erscheinen soll. Warum, so könnte man fragen, wird eben jenes historische Ereignis gewählt, welches so ambivalent ist und eine komplexe Deutungsgeschichte mit sich führt?

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Die Herausgeberinnen und Herausgeber der Grafikmappe hatten einen spezifischen Aspekt im Blick: So betont der Kunstwissenschaftler Peter Pachnicke im beiliegenden Text die „sinnliche Überzeugungskraft“ der Menschen, die auf den Straßen von Paris um Anerkennung rangen. Dieses dort beschworene Pathos ist in den Grafiken der 16 Künstler, die je ein Blatt zu der Mappe beitragen, allerdings nicht zu sehen.

Mit Arbeiten von Ulrich Hachulla, Karl-Georg Hirsch, Joachim Jansong, Joachim John, Rolf Kuhrt, Werner Liebmann, Gerd Mackensen, Reinhard Minkewitz, Rolf Münzner, Ronald Paris, Volker Pfüller, Otto Sander, Stefan Thomas Wagner, Frank Wahle, Trak Wendisch und Winfried Wolk.

Ort: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr, Fr 12 – 21 Uhr, Di geschlossen
www.schlossbiesdorf.de

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Thomas Ranft, Lichtgleich, 2018, Privatbesitz, © Künstler.
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Ulrike Hogrebe, Brücke 1, 2018, Privatbbesitz, Foto: Th. Kläber, © Künstlerin.
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Burg Beeskow

 

Die von 1977 bis 1982 existierende Künstlergruppe CLARA MOSCH setzte sich aus den Anfangssilben der Nachnamen von Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (Kozik) zusammen.

 

Die Gruppenphilosophie baute sowohl auf der kollektiven Ablehnung des sozialistischen Realismus wie auf dem Recht des freien bildnerischen Schaffens auf. So zogen sie einmal im Jahr aus, um neue Kunstformen im Freien auszuprobieren.

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Von Thomas Ranft und Herbert Schirmer initiiert, gab es im Jahr 2018 in Lübbenau/Spreewald mit einem dreiwöchigen Künstlersymposium eine Neuauflage. Neun bildende Künstlerinnen und Künstler aus Brandenburg und Sachsen trafen sich in der Wasserlandschaft, um der Frage „Landschaftssicht = Weltsicht?“ nachzugehen.

Bei dieser Aktion war die Landschaft nicht als naturidentische Kulisse anzusehen, sondern als gestalteter Raum, der benutzt und durch den radikalen  Braunkohleabbau bedrängt und zerstört worden ist.

Die Schau in Beeskow zeigt zum einen Grafiken der Gruppe CLARA MOSCH aus den 1970er und 1980er Jahren, die aus dem Kunstarchiv Beeskow sowie einer privaten Sammlung stammen. Zum anderen werden die Ergebnisse des letztjährigen Künstlersymposiums zu sehen sein. Mit Arbeiten von Christiane Bergelt, Micha Brendel, Anne Heinlein, Madeleine Heublein, Ulrike Hogrebe, Gregor Torsten Kozik, Helge Leiberg, Osmar Osten und Thomas Ranft.

Das Symposium wurde von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Niederlausitz, den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Lübbenau / Spreewald gefördert. Veranstalter: Freunde der Lübbenaubrücke e. V.

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Manfred Paul, Zu Johannes R. Becher „Beinahe“, 1987, aus der Mappe: „…und des Menschen Größe“, 1988, Kunstarchiv Beeskow, Repro: A. Herrmann © Künstler.

Schloss Biesdorf

 

Die Mappe „ … und des Menschen Größe. Grafiken und Fotografien zu Gedichten von Johannes R. Becher“ (1988)  versammelt die Arbeiten von 20 Künstlerinnen und Künstlern. Gemeinsamer Ausgangspunkt ihrer Annäherung war der letzte Gedichtband von Johannes R. Becher: „Schritt der Jahrhundertmitte“(1958). Im Zentrum dieses Spätwerks steht das Sinnieren eines Dichters und linientreuen Sozialisten, zum Ende desillusioniert und zweifelnd, über Potenziale und Abgründe des menschlichen Daseins im Zusammenhang von Gesellschaft und Geschichte.

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Die Bilder, welche die Künstlerinnen und Künstler aus diesem Text gewinnen, zeigen den Menschen geprägt von Zerrissenheit, mal in bedrückender Einsamkeit, mal im Strudel gesellschaftlicher Prozesse, deren Erschaffer er selbst ist. Finden sich unter den 16 Grafiken einige, wenige farbige Blätter, so erscheinen die 20 Fotografien allesamt in körnigem Schwarz-Weiß. Diese Aufnahmen sind Träger jener Melancholie, für welche die ostdeutsche Autorenfotografie nur wenige Jahre später berühmt werden sollte.

Mit Arbeiten von Falko Behrendt, Christian Brachwitz, Helmut Brade, Manfred Butzmann, Michael Diller, Andreas Dress, Hubertus Giebe, Konstanze Göbel, Dieter Goltzsche, Ulrich Hachulla, Joachim John, Barbara Köppe, Wolfgang Mattheuer, Manfred Paul, Christine Perthen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Helfried Strauß, Ursula Strozynski, Dieter Tucholke, Werner Wittig.

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Burg Beeskow – Galerie unterm Dach

 

In Frankfurt (Oder) 1926 geboren, teilte Horst Zickelbein die Erfahrungen jener jungen Kriegsheimkehrer, die nach 1945 im Studium der Kunst neuen Halt suchten und fanden. Ausgebildet wurde er im Fach Wandmalerei bei Horst Strempel und Bert Heller an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee; später war er Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der Deutschen Akademie der Künste.

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Horst Zickelbein wurde zu einem erstaunlichen Gestaltgeber, der mit dem farbintensiven Wandbild ebenso zu überzeugen wusste wie durch seine Zeichnungen und Gouachen. Die Burg Beeskow zeigt vor allem Arbeiten, die der Künstler selbst zu seinen wichtigsten zählt, wozu nicht zuletzt seine im Vergleich vorgestellten baugebundenen Arbeiten gehören. So zeigt die Ausstellung erstmals jene Filzstift-Zeichnungen auf Pergament, auf denen Horst Zickelbein sein bedeutendstes Wandbild „Die Befreiung der Wissenschaft durch die sozialistische Revolution“ entworfen hat und das für die Stadthalle im damaligen Karl-Marx-Stadt bestimmt war.

Wir danken den Privatleihgebern sowie den Kunstsammlungen Chemnitz, der Akademie der Künste in Berlin, dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLmK), dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn und dem Kunstarchiv Beeskow.

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Dieter Tucholke, Negativbilder – Preußische Geschichte (Preußische Wucherungen), 1981, Kunstarchiv Beeskow. Foto: Armin Herrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Burg Beeskow / Schloss Biesdorf (10. 5. 2018 – 30. 9. 2018)

 

Der Grafiker Dieter Tucholke (1934-2001) hat sich in der DDR intensiv und kritisch mit der deutschen Historie beschäftigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht seine Grafikfolge „Negativbilder – Preußische Geschichte“, die er 1980/81 in einer bis heute faszinierenden Formensprache geschaffen hat und die zu seinen bekanntesten Werken gehört.

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Begleitet werden die grafischen Collagen aus dem Bestand des Kunstarchivs Beeskow von einem großen Objekt aus skurrilen Fundstücken aus der Sammlung des BLmK sowie von einem akustischen Tucholke-Porträt des Komponisten Prof. Lothar Voigtländer, der zur Ausstellungseröffnung elektro-akustische Werke aufführen wird. Mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst.

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Burg Beeskow – Galerie unterm Dach

 

Der Skulpturen-Bestand im Kunstarchiv Beeskow erscheint im Vergleich zur aufbewahrten Malerei und Grafik klein und homogen. Ein konzentrierter Blick auf die von Künstlerinnen geschaffene Plastik eröffnet jedoch die Möglichkeit, eine reiche und vielfältige Werkgruppe zu entdecken.

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In der Ausstellung sind über 20 Arbeiten von Bildhauerinnen zu sehen, die verschiedenen Generationen angehören und in der DDR einen Teil ihres plastischen Werkes geschaffen haben. Ihre Porträts historischer Persönlichkeiten sind kraftvoll, ihre Frauenakte charakterstark und die Kinder-Bildnisse von hoher Sensibilität.

Kuratorin: Dr. Angelika Weißbach

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Links: Gordon Matta-Clark, Bronx Floors, Threshole 1972-1973 Courtesy: the Estate of Gordon Matta-Clark & Galerie Thomas Schulte; rechts: Sibylle Bergemann, Berlin, 1980, Fotografie, Kunstarchiv Beeskow

Ausstellung in Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum (ZKR) im Schloss Biesdorf

 

Wie formen politische und wirtschaftliche Interessen den urbanen Raum? Welche Grenzen und Machtgefüge sind ihm eingeschrieben? Und mit welchen künstlerischen Mitteln können sie sichtbar gemacht oder überwunden werden? In Zwischen Räumen beleuchten 15 KünstlerInnen Fragen des urbanen Lebens und dessen Widersprüche. Die Ausstellung setzt Werke von Gordon Matta-Clark und Sichten auf den Stadtraum Ost-Berlins in einen Dialog mit aktuellen Positionen.

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Vom New York der 1970er Jahre, über Ost-Berlin in den 1980ern bis hin zum globalen Dorf der Gegenwart vereint die Schau unterschiedliche Bezugsräume – und bewegt sich damit selbst „Zwischen Räumen“. Die gezeigten KünstlerInnen eignen sich ungenutzte Räume an und verleihen unscheinbaren Zwischenräumen immer wieder neue Formen.

Ein historischer Ausgangspunkt ist das wegweisende Werk von Gordon Matta-Clark. Bereits in den 1970er Jahren zerschnitt der New Yorker Künstler Häuser, um ihr Innerstes freizulegen oder schuf soziale Räume in städtischen Brachen. Wie kaum ein anderer revolutionierte Gordon Matta-Clark die Kunstpraxis im öffentlichen Raum – und ist bis heute Impulsgeber für zeitgenössische KünstlerInnen.

Die Ausstellung zeigt aktuelle Positionen, die Bedingungen von Raumbegrenzung und –produktion hinterfragen, dekonstruieren und überwinden. So überlagern sich reale und virtuelle Raumgefüge, werden Versatzstücke zu Installationen und Leerstellen zu Skulpturen. Zeitgenössische Arbeiten treffen auf Filme und Fotografien von Matta-Clark, die ihrerseits aus einer Zeit des Umbruchs hervorgegangen sind.

Aus dem Kunstarchiv Beeskow werden sechs Künstlerinnen aus der DDR präsentiert, die sich intensiv mit der Stadtlandschaft Ost-Berlins auseinandersetzten. In Bildern, Grafiken und Fotografien thematisieren sie den urbanen Raum jenseits politischer Vereinnahmung und halten die besondere Atmosphäre der geteilten Stadt fest. Wie aktuell viele ihrer Themen noch heute sind, zeigt nicht zuletzt der Dialog mit zeitgenössischen Berliner Positionen. Mit seiner zweiten Ausstellung Zwischen Räumen eröffnet das ZKR ein Spannungsfeld, in dem historische Positionen und internationale Zeitgenossen einen öffentlichen Raum vermessen, der aktuell umkämpfter ist, als je zuvor.

Künstlerpositionen
Annemirl Bauer (DEU), Sibylle Bergemann (DEU), Simon Faithfull (UK), Antje Fretwurst-Colberg (DEU), Brigitte Fugmann (DEU), raumlaborberlin (DEU), Gordon Matta-Clark (US), Isa Melsheimer (DEU), Sabine Peuckert (DEU), Andrea Pichl (DEU), Marjetica Potrč (SVN), KUNSTrePUBLIK (DEU), Tomás Saraceno (ARG), Diana Sirianni (ITA), Ursula Strozynski (DEU)

Die Ausstellung Zwischen Räumen wurde von Katja Aßmann (ZKR), Nina Mende (ZKR), Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow) sowie den externen Kuratoren Christian Hiller und José Delano kuratiert.

Besonderer Dank an Jane Crawford und Thomas Schulte
Für die kuratorische Beratung Dank an Pedro Donoso

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Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt.

 

Die Sammlung des Kunstarchivs Beeskow kam 1994 zustande, als die im Auftrag von Parteien und Massenorganisationen entstandenen Kunstwerke durch die Treuhandanstalt eingesammelt und von den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in die Burg Beeskow gegeben wurden.

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Aus dem Bestand von ca. 15.300 Objekten wurden 70 Werke ausgewählt, die den Wandel der Auftragsbehandlung verdeutlichen. Waren die Menschenbilder der 1960er Jahre bei Edgar Klier, Paul Michaelis oder Walter Womacka noch vom erzieherischen Impetus des neuen sozialistischen Menschentypus charakterisiert, zeigt sich in der Malerei der 1980er Jahre vor allem ein kritisches Verhältnis zur Gesellschaft. Vor dem Hintergrund veränderter Welterfahrung dominieren in den Werken von Hubertus Giebe, Lutz Friedel oder Michael Hegewald Selbstbehauptung und Identitätsbestimmungen als Ausdruck eines realistischen Gesellschaftsverständnisses.

Gänzlich eigene Wege sind im Bereich Druckgrafik und Zeichnungen erkennbar, wo neben den Altmeistern Tübke, Mattheuer oder Querner und dem Beherrschen klarer Raum- und Körpervorstellungen die Vielschichtigkeit der zeichnerischen Struktur eines Hanns Schimansky oder Carlfriedrich Claus mit expressiven, spontanen Zeichen innerer Erregung vertreten sind. Existenzielle Situationen verkörpern auch die Porträtplastiken der Bildhauer Fritz Cremer, Gustav Seitz und René Graetz, die unter Vermeidung übertriebenen gestischen Ausdrucks auf Verinnerlichung der Darstellung und behutsame Belebung der Oberflächen setzten.

Die Präsentation im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR ist Bestandteil des vom dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, dem Kunstarchiv Beeskow und dem Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) ausgerichteten Ausstellungsprojekts „Schlaglichter“ mit parallel durchgeführten Ausstellungen in Cottbus, Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder).

Zur den drei Ausstellungen, die von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße und der Sparkasse Oder-Spree gefördert werden, erscheint ein Katalog mit umfangreichem Bildmaterial.

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links: Janet Laurence: „Waiting - A Medicinal Garden for Ailing Plants“ (Foto: Frank Sperling) rechts: Archivschränke zeigen Grafikmappen des Kunstarchivs Beeskow (Foto: Frank Sperling)

Ausstellung in Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum (ZKR) im Schloss Biedorf.

 

Auftrag Landschaft ist die erste Ausstellung am ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf. Sie zeigt neun Positionen von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 Seite an Seite mit über zwanzig Künstlern, die sich mit dem Thema Landschaft in der ehemaligen DDR auseinandergesetzt haben.

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Unsere Vorstellungen von Landschaft sind immer auch Abbild unserer Kulturgeschichte: Je nach Betrachter variiert das idealtypische Bild von der verwilderten Brache, über den englischen Landschaftspark, bis hin zu urbanen Freiräumen des 21. Jahrhunderts. So sind es von Menschenhand geschaffene Landschaften, beeinflusst durch die jeweils aktuellen Moden der Zeit, die unser Bild von Landschaft prägen. Und oft sind es Künstler und Künstlerinnen, die diese Bilder im kollektiven Gedächtnis verankern, indem sie Landschaften in Zeichnungen, Grafiken, Drucken, Gemälden, Fotografie, Film oder sogar mittels Sound festhalten – mal realistisch abbildend, mal künstlerisch kommentierend und dann wieder visionär in die Zukunft gedacht.

Die präsentierten Positionen sind ebenso vielfältig, wie die Landschaft, die betrachtet wird. Bereits der Titel Auftrag Landschaft spielt sowohl auf den Begriff der Auftragskunst und die Landschaft als künstlerisches Sujet an, als auch auf gesellschaftliche Verantwortung, Umweltschutz und soziale Funktionen der Landschaftsgestaltung.

Die Verbindung von Kunst in der DDR mit zeitgenössischen Positionen eröffnet dabei teils ungeahnte Bezüge. Einerseits veranschaulicht sie, wie sich gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen in künstlerisches Schaffen einschreiben, anderseits werden immerwährende Themen über die Jahrzehnte hinweg beleuchtet. So überführt Auftrag Landschaft die bereits im Titel angelegten Assoziationen in ein räumliches Erlebnis, das seine Besucher und Besucherinnen mal subtil poetisch, mitunter humorvoll, aber auch mit politischer Ernsthaftigkeit empfängt.

Die Ausstellung wurde von Katja Aßmann in Zusammenarbeit mit Angelika Weißbach und Jeannette Brabenetz kuratiert.

Künstlerpositionen:

atelier le balto (DE/FR), Kurt Buchwald (DE), Günther Brendel (DE), Manfred Butzmann (DE), Wolfgang Domröse (DE) ,|Erik Göngrich (DE), Jeanne van Heeswijk (NL), Jeppe Hein (DE/DK),  Joseph W. Huber (DE),| Köbberling/Kaltwasser (DE),  Janet Laurence (AU), Seraphina Lenz (DE),
Charlotte E. Pauly (DE), Nuria Quevedo (DE/ES), Michael Sailstorfer (DE), Ralf-Rainer Wasse (DE), Olaf Wegewitz (DE), ZimmerFrei (BE/IT),

Sowie die Grafikmappen

Kamern, 1969/70 mit Arbeiten von Sigrid Artes, Klaus Drechsler, Dietrich Fröhner, Willy Günther, Walter Lauche, Klaus Magnus, Gerhard Schwarz, Elfriede Seibt, Lothar Sell, Erika Stürmer-Alex, Aini Teufel, Christine Wahl, Matthias Wegehaupt

Landschaften – 8 Grafiken zu Gedichten von Johannes R. Becher, 1981 mit Arbeiten von Otto Möhwald, Uwe Pfeifer

Natur und Umwelt, 1982 mit Arbeiten von Meinhard Bärmich, Rudolf Sittner
Stadt Landschaft Berlin, 1987 mit Arbeiten von Joachim Bayer, Martin Colden, Olaf Nehmzow, Hanns Schimansky, Margot Sperling

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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

 

 

Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow in Kooperation mit dem Forum Kunstarchiv Beeskow e.V.

Eine Initiative des Zentralrats der Freien-Deutschen-Jugend (FDJ)
Ausgewählte Bildwerke aus dem Bestand des Beeskower Kunstarchivs

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In den Jahren 1983-86 wurden zwischen dem FDJ-Zentralrat und den Kunsthochschulen der DDR vertragliche Regelungen zur „bildkünstlerischen Ausgestaltung“ der FDJ-Jugendhochschule Wilhelm Pieck am Bogensee bei Berlin getroffen. Demzufolge sollten Werke von jungen Künstlern, die im genannten Zeitraum ihren akademischen Abschluss erreichten, angekauft und zum Zweck der künstlerischen Ausgestaltung der Jugendhochschule eingesetzt werden. Bei den meisten der auf diesem Wege erworbenen Kunstwerke handelt es sich um bildnerische Äußerungen, die als Ausdruck des Zeitgeistes der an die Grenzen ihrer Existenzmöglichkeiten gekommenen DDR erkennbar sind. Sie stehen keinesfalls nur für die Verschönerung bestimmter Räume im Innen- und Außenbereich, sondern provozieren über ihre ästhetische Gestaltung hinaus Einblicke in die gesellschaftliche Situation der 1980er Jahre in der DDR und das kritische oder unkritische Potenzial der jungen Künstler von damals. Da das bis in die 1980er Jahre unveränderte Beharrungsvermögen von Funktionären inzwischen einer erstaunlichen Zurückhaltung bzw. Nichteinmischung aus Toleranz und Unsicherheit gewichen war, haben Künstler bevorzugt solche Arbeiten abgeliefert, in denen die der Kunst und Literatur zugefallen Aufgaben einer gesellschaftskritischen Ersatzöffentlichkeit den Ton angaben.

Die Ausstellung mit 35 ausgewählten Arbeiten der Malerei und Grafik, darunter Werke von Roland Borchers, Neo Rauch oder Bodo Münzner, ist als vierter Teil der erfolgreichen Reihe konzipiert, die mit Schichtwechsel und den Stationen Krefeld, Eupen/Belgien und Beeskow ihren Anfang nahm, mit Seitenwechsel an denselben Stationen fortgesetzt wurde, die Profil durch Max Lingner. Das Spätwerk in der Zusammenarbeit mit der Max-Lingner-Stiftung Berlin gewann.

Zur Ausstellung erscheint ein handliches und informatives Begleitheft, in dem alle in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke reproduziert wurden, aber auch das Wesentliche aus der Geschichte von Bogensee nachzulesen ist.

Gefördert von der Sparkasse Oder-Spree und dem Landkreis Oder-Spree

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Schaudepot

Blick ins Depot des Kunstarchivs Beeskow. Foto: Kevin Fuchs; v.l.o.n.r.u.: Michail A. Kanejew, Leiningrad - Malaja Sadowaja Straße, 1980; Edgar Klier, Fest der Bergarbeiter, 1969; Adam Kurtz, Eilmarsch, 1989; Lothar Weber, Porträt Ernst Brünkmann, 1965, VG Bild-Kunst, Bonn 2019; Norbert Wagenbrett, Arbeiterporträt, 1986, VG Bild-Kunst Bonn, 2019; Ulla Walter, Für Olof Palme, 1986; Ullrich Schollmeyer, Ausfahrt, 1983-86; Hans Scheibner, Musiziernde Kinder, 1974; Georg Schlicht, Karl Marx, o. J.

Das Kunstarchiv Beeskow ist ein offenes Depot, das es seinen Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, ein breites Spektrum der in ihm archivierten Werke zu entdecken.

 

Eine Besichtigung des Depots ist im Rahmen regelmäßig stattfindender Führungen möglich. Zusätzlich besteht das Angebot, Führungen auch zu gesonderten Terminen zu buchen.

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Großformatige Ölgemälde, fragile Papierarbeiten, schwere Bronzebüsten, feine Keramik, aufwendig geknüpfte Wandteppiche – nicht nur die Quantität, besonders die Vielfalt des Beeskower Bestands verlangt eine Depotanlage, die für jedes Kunstwerk einen adäquaten Platz bietet.

Diesem konservatorischen Anspruch wird das Kunstarchiv seit Ende 2018 an seinem neuen Standort gerecht. In direkter Nachbarschaft zur Burg Beeskow gelegen, entsprechen die neuen Räumlichkeiten den aktuellen Standards. Der zusätzliche Raumgewinn und die moderne Technik versprechen nicht nur eine dauerhafte Sicherung der Kunstwerke, sondern stellen vor allem auch einen entscheidenden Schritt zu ihrer besseren Sichtbarkeit dar.

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On Tour

Ansicht der Ausstellung "Ost - Berlin" im Ephraim-Palais in Berlin © Stadtmuseum Berlin, Foto: Ch. Kielmann

„Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Berlin und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam. Ein Publikumsmagnet! Seit der Eröffnung der Ausstellung im Ephraim Palais haben bereits 37.000 Besucher*innen Einblicke in die Geschichte der „Hauptstadt der DDR“, von den 1960er Jahren bis zum Mauerfall 1989, genommen. Gleich im ersten Raum steht das Publikum vor Walter Womackas „Berlin“ (1987) – ein Panorama entlang der Spree mit Berliner Dom, Palast der Republik, Rotem Rathaus, Fernsehturm und Altem Stadthaus. Das wandfüllende Gemälde kommt aus Beeskow und ist nun noch bis zum 10.11.2019 in Berlin zu sehen.

Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Norbert Wagenbrett: Aufbruch, Aus der Serie: Sieben Bilder aus einem Zyklus zur Geschichte der Sowjetunion, 1989 © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Am Montag, den 22.07.2019 wurde mit vielen Gästen die große Schau „Point of No Return“ im Museum der bildenen Künste Leipzig eröffnet. Die Ausstellung versammelt über 300 Werke ostdeutscher Kunst. Das Kunstarchiv Beeskow ist in Leipzig mit drei Leihgaben vertreten. Wir freuen uns besonders über die Aufmerksamkeit, die in diesem Rahmen dem Werk „Aufbruch“ von Norbert Wagenbrett zuteil wird und es nun bis in die New York Times geschafft hat! So geht’s von Beeskow in die Welt.

Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Beim Aufbau: Martin Maleschka im SATELLIT der Architektur Galerie Berlin.
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Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Ausschnitt: Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Willi Sitte, Proletarier aller Länder vereinigt euch, 1979, Kunstarchiv Beeskow, Montage der insgesamt 16 Tafeln. Foto: Martin Maleschka, © VG Bild-Kunst Bonn 2019.
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Installation des Stableuchtensystems, das 1974 vom Formgestalter Peter Rockel entworfen wurde und als bestimmendes Element der Inneneinrichtung des Palasts der Republik berühmt. Foto: Martin Maleschka.
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Vier Teile des Wandgemäldes „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ von Willy Sitte werden in der Präsentation „Aus der Schatzkammer“ des Fotografen und Dokumentaristen Martin Maleschka zu sehen sein. Fragmente dieser monumentalen Arbeit waren zuletzt 2013 in Trier ausgestellt. Nun bietet sich im SATELLIT der Architektur Galerie Berlin zum zweiten Mal nach 1990 die Gelegenheit. Am Donnerstag, den 21.11. wird um 19 Uhr die Ausstellung mit einleitenden Worten von Florentine Nadolni eröffnet und läuft dann bis zum 9.1.2020.

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Martin Maleschka kombiniert für seine Installation zwei ikonografische Artefakte künstlerischer Arbeit in der DDR gegenüber: Je eines aus seinem privaten Archiv sowie dem Kunstarchiv Beeskow.

Aus seinem eigenen Fundus stammen die Fragmente des Stableuchtensystems, das in zahlreichen Kultureinrichtungen der DDR eingebaut und vor allem durch seine nahezu überbordende Verwendung im Foyer des ehemaligen Palastes der Republik in Berlin bekannt wurde. Das System wurde 1974 vom Formgestalter Peter Rockel entworfen, der sich dabei vom „Lichtsystem 2000“ der westdeutschen Firma Kinkeldey inspirieren ließ.

Aus dem Kunstarchiv Beeskow, das 17.000 Kunstwerke aus 40 Jahren DDR bewahrt, ausstellt und erforscht, hat Maleschka drei Teile (von insgesamt 16) des Wandbildes „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ von Willi Sitte ausgewählt. Sitte gilt als einer der wichtigsten staatstreuen Künstler der DDR schuf das 5 mal 9 Meter große Wandbild 1979 für die SED Parteischule „Karl Marx“ in Berlin.

Während es sich beim gebrauchsorientierten Leuchtensystem um ein beinahe zeitloses Design handelt, zeugt das bereits unmittelbar nach der Wende demontierte Monumentalbild Sittes von der Vergänglichkeit politisch orientierter Kunst. Die durch Maleschka inszenierte Gegenüberstellung verdeutlicht die zeitenabhängige Relevanz von politisch orientiertem künstlerischen Schaffen. Gleichzeitig plädiert die Installation für einen von ideologischem Ballast unabhängigen Blick auf das Wesentliche. Für die immensen Interpretationsspielräume zwischen künstlerischer und kulturpolitischer Bedeutung vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels steht nicht zuletzt auch der Ort der Installation selbst, die legendäre Karl-Marx-Allee (von 1949 bis 1961 Stalinallee).

Martin Maleschka studierte Architektur an der BTU Cottbus-Senftenberg. Schwerpunkt seiner Arbeit als Fotograf, Dokumentarist und Chronist der „Ostmoderne“ ist die architekturbezogene Kunst der DDR. 2019 erschien bei DOM Publishers sein vielbeachtetes Buch „DDR. Baubezogene Kunst – Kunst im öffentlichen Raum 1950 bis 1990“, das die erste umfassende Darstellung zu diesem Thema ist.

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Der Bildersalon des Oderbruch Museums: Links, ganz oben in der Ecke hängt das Beeskower Bild „Alt-Wustrow“ (1983) von Günter Brendel. Foto: Kunstarchiv, ©Künstler*innen, Kunstarchiv.

Über 30 Werke des Malers und Grafikers Günter Brendel (*1930) sind im Bestand des Kunstarchivs. Neben zahlreichen Berliner Stadtansichten sind auch Landschaften jenseits des urbanen Zentrums von ihm gemalt worden. Das Bild „Alt-Wustrow“ (1983) zeigt das titelgebende Dorf im Oderbruch. Und dort ist das Bild nun auch zu entdecken: im Bildersalon des Oderbruch Museum in Altranft. Dort ist es bis Ende des Jahres Teil einer vielseitigen Zusammenstellung von Kunstwerken aus dem und über das Oderbruch.

 

Die Kulturfabrik Fürstenwalde ist eine der Kultureinrichtungen im Landkreis Oder-Spree. Copyright: H. Schirmer

Der Landkreis Oder-Spree und die Stadt Krefeld sind seit den frühen 1990er-Jahren miteinaner verbunden. Diese Verbindung, aber vor allem die Entwicklung des Kulturstandorts Oder-Spree in den vergangenen 25 Jahren, ist Thema einer Ausstellung im Südbahnhof in Krefeld. Dabei werden zentrale Kultureinrichtungen des Landkreises präsentiert: Neben Kunstarchiv und Dokumentationzentrum werden u.a. das Stift Neuzelle und das Gerhart-Hauptmann-Museum in Erkner vorgestellt.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website vom Werkhaus e.V..