Museum Utopie und Alltag

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Standort Eisenhüttenstadt

Erich - Weinert - Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, Feiertage
11 – 17 Uhr
Schulklassen nach Vereinbarung

Fällt der Feiertag auf einen Montag, ist das Museum geöffnet. Heiligabend, Silvester, Neujahr bleibt das Museum geschlossen, auch montags.
Die Ausstellungen sind behindertengerecht zugängig. Ein Fahrstuhl und ein barrierefreies WC sind vorhanden.

Eintrittspreise

pro Person: 4 €
Ermäßigt: 2 €*

Gruppen: 40 €**
Führungen: 30 / 50 €***
Schulprojekte: 15 € zzgl. 1 € p. P

*Schüler*innen, Student*innen, Schwerbeschädigte, Senior*innen; Kinder unter 7 Jahren frei
** maximale Gruppengröße: 20 Personen
***maximale Gruppengröße: aktuell 6 Personen; Di-Fr: 30 € / Sa-So: 50 €

Standort Beeskow

Spreeinsel
Zugang über Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

Besuch

Das Beeskower Kunstarchiv kann im Rahmen von Führungen besucht werden. Neben Führungen im laufenden Veranstaltungsprogramm besteht das Angebot, diese gesondert zu buchen. Anmeldung unter: 03366 – 352727.

Eintrittspreise

pro Person: 9 €
Ermäßigt: 7 € *

Sonderführungen
Gruppenpauschale: 26 €
zzgl. Preis p. P.**

* Schüler*innen, Student*innen, Schwerbeschädigte
** maximale Gruppengröße: aktuell 10 Personen

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Museum Utopie und Alltag

Telefon: 03364 – 417 355
Fax: 03364 – 418 947
museum@utopieundalltag.de

Post- und Rechnungsanschrift:
Landkreis Oder-Spree
Kunstarchiv / DOK
Breitscheidstr. 7
15848 Beeskow

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Über uns

Das Museum Utopie und Alltag vereint das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow. Mit 170.000 Objekten der Alltagskultur und 18.500 Werken der bildenden und angewandten Kunst sowie des Laienschaffens bewahrt es einen in seinem Umfang und in seiner Zusammensetzung außergewöhnlichen Bestand zur Kulturgeschichte der DDR.

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Am Standort Eisenhüttenstadt ist zudem architektonisches und städtebauliches Kulturerbe erlebbar. Die als »erste sozialistische Stadt« der DDR konzipierte Planstadt ist heute das größte zusammenhängende Flächendenkmal Deutschlands.

Das Museum Utopie und Alltag zeigt Alltagskultur, Kunst und Architektur im Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit, von sozialistischem Gesellschaftsentwurf und realem Alltag. Das Versprechen einer besseren Gesellschaft stand in der DDR im Kontrast zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Das Ideal wurde als Staatsutopie ideologisch vereinnahmt und diskreditiert. Das Museum Utopie und Alltag widmet sich diesem Widerspruch. Es veranschaulicht die Wechselwirkung von Alltagskultur, Kunst, Architektur und Gesellschaftssystem.

Das Museum Utopie und Alltag beleuchtet Geschichte anhand der visuellen und materiellen Kultur der DDR mit Blick auf gegenwärtige Themen wie Umbrüchen in der Arbeitswelt, die Gleichberechtigung, den Strukturwandel der Städte und die Zukunft einer auf Umweltverbrauch und Wachstum ausgerichteten Gesellschaft. Die Sammlungen geben hierzu vielfältige historische Impulse.

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Geschichte

Gisela Kurkhaus-Müller, Berlin - Hauptstadt der DDR (Marzahn), 1980, Farb-Offset-Lithografie, Foto: Th. Kläber, ©Künstlerin

Das „Sammlungs- und Dokumentationszentrum Kunst der DDR“ wurde 1995 auf der Burg Beeskow gegründet, um Kunstwerke und Objekte aufzubewahren, die nach 1990 ihre Eigentümer verloren hatten. 2001 erfolgte die Umbenennung in Kunstarchiv Beeskow und heute gehört der Bestand zum Museum Utopie und Alltag.

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2021
Nach einem mehrjährigen Prozess der Neukonzeption schließen sich das Kunstarchiv und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR unter dem Dach „Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst in der DDR“ zusammen.

2020
Im Landtag Brandenburg präsentieren das Kunstarchiv und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR für ein Jahr ihre Bestände unter dem Titel „Arbeit, Arbeit, Arbeit. Serien zur sozialistischen Produktion“.
Mit dem partizipativen Ausstellungsduo „Alle in die Kunst“ veranstaltet das Kunstarchiv die letzte Präsentation auf der Burg Beeskow, deren Räume zukünftig museal genutzt werden.

2019
Das Verwaltungsabkommen der Länder Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landkreis Oder-Spree (LOS) aus dem Jahr 2001 wird aufgehoben. Zukünftig regelt jedes Land selbst den Verbleib seines Teilbestandes mit dem LOS. Das Land Brandenburg fördert das Kunstarchiv Beeskow in größerem Umfang.
Die Inventur des Kunstbestandes wird abgeschlossen.
Dank des Förderprogrammes „Invest Ost“ kann das Kunstarchiv neue, gut ausgestattete Depoträume hinter der Burg Beeskow beziehen. Zum Team des Kunstarchivs gehören nun Birgit Karau (Bibliothek), Sabrina Kotzian (Organisation), Rostyslav Voronko (Depot) und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Angelika Weißbach.
Während einer Zusammenarbeit mit der HU Berlin erarbeiten Studierende mit Plastiken aus dem Kunstarchiv die Ausstellung „über sehen“, die an mehreren Orten sichtbar gemacht wird.

2017/2018
Florentine Nadolni wird 2017 neue Leiterin des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Hier, in Cottbus und Frankfurt (Oder) werden unter dem Titel „Schlaglichter“ parallel Werke aus dem Museum Junge Kunst, dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk und dem Kunstarchiv ausgestellt.
Auf der Burg Beeskow finden mit „Bildhauerinnen“ und „Negativbilder. Grafik von Dieter Tucholke“ zwei Bestandsausstellungen des Kunstarchivs statt.
Im Schloss Biesdorf werden aus dem Bestand des Kunstarchivs einzelne Grafikmappen präsentiert.

2014-2016
Hildtrud Ebert, Jutta Penndorf und Matthias Flügge erstellen im Auftrag der drei Länder ein Gutachten zum Bestand des Kunstarchivs. Auf ihre Empfehlung wird beschlossen, eine Inventur durchführen zu lassen. Diese Aufgabe übernimmt, mit besonderer Berücksichtigung der Druckgrafik, im November 2015 Angelika Weißbach.
Monika Kunth, Leiterin des Amtes für Bildung, Kultur und Sport im LOS, übernimmt die Leitung des Kunstarchivs, nachdem Ilona Weser im April 2016 in den Ruhestand geht.
Im September 2016 eröffnet das Schloss Biesdorf / ZKR mit der Ausstellung „Auftrag Landschaft“, einer Kooperation mit dem Kunstarchiv.

2010-2013
Das Architekturbüro Max Dudler legt Entwürfe für einen Neubau des Kunstarchivs auf dem Gelände der Burg Beeskow vor, dessen Realisierung an der fehlenden Finanzierung scheitert.
Es finden zahlreiche Kooperationsprojekte statt: die Ausstellung „Krag Arsenalu 1955“ mit dem Museum Lubuskie Gorzow, eine Sommerschule mit der Universität Lüneburg, das Symposium „Vom Bilderstreit zum Bild“ mit der HU Berlin, die Ausstellung „RoleModels!“ mit der Kunststiftung Poll, die Sommerschule „Modernität, Sozialismus und Kunst“ mit der Universität Utrecht.
Herbert Schirmer kehrt als Kurator nach Beeskow zurück und organisiert die Ausstellungen „Schichtwechsel“ und „Seitenwechsel“, die auch in Krefeld und im belgischen Eupen gezeigt werden.

2008/2009
Ilona Weser, Dezernentin für Bildung, Gesundheit und Soziales im LOS, erklärt sich bereit, nach dem Wechsel von de Bruyn an das Kleist-Museum Frankfurt (Oder), das Kunstarchiv mit zu übernehmen.
2009 wird das Kunstarchiv Partner des Verbundprojektes „BILDATLAS. Kunst in der DDR“. Partner sind die Technische Universität Dresden, das Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im Kunstarchiv vergrößert sich die Zahl der Mitarbeiterinnen: Zu Kristina Geisler, Sylvana Kaiser und Petra Müller kommen Claudia Jansen, Marlene Heidel und Gabriele Möller dazu.
Simone Tippach-Schneider erstellt ein Nutzungskonzept für die Präsentation des Beeskower Bestandes in einer „Galerie Bilderstreit“ im Schloss Biesdorf in Berlin.

2002-2007
Marina Aurich, Leiterin des Kreisarchivs LOS, ist von 2002 bis 2005 für das Kunstarchiv verantwortlich und unterstützt die Umstellung der bisherigen Datenbank in ein neues System (AUGIAS).
Simone Tippach-Schneider kuratiert ab 2004 mehrere Wander-Ausstellungen mit dem Bestand des Kunstarchivs. 2007 zeigt sie in „Lebens-Mittel-Kunst“ Werke aus dem Kunstarchiv und aus der Sammlung der Sozialen Künstlerförderung Berlins.

2000/2001
Im Oktober eröffnet auf der Burg Beeskow die Ausstellung „Zwischen Schwarz und Weiß“. Kurator Otto Kummert gibt damit erstmals einen umfassenden Einblick in den Beeskower Bestand der Druckgrafik.
Im Juli 2001 schließt der LOS mit den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein neues Verwaltungsabkommen ab. Es wird ein Kuratorium einberufen und ein neuer Name gefunden: Kunstarchiv Beeskow – Archivierte Sammlung von Kunst aus der DDR (Kunstarchiv).

1999
Als Kulturamtsleiter des LOS übernimmt Wolfgang de Bruyn die Leitung des Sammlungs- und Dokumentationszentrums.
In der berüchtigten Ausstellung „Offiziell/Inoffiziell – Die Kunst der DDR“ in Weimar werden zahlreiche Werke aus dem Beeskower Bestand gezeigt. Die Auswahl war direkt vor Ort durch Kurator Achim Preiß und Studierende aus Weimar erfolgt. Die Schau entwickelt sich zum negativen Höhepunkt des sogenannten Bilderstreites.

1998
Alle bisherigen Strukturen lösen sich auf: Der LOS kündigt die Vereinbarungen mit der Interessengemeinschaft – und damit auch den drei Mitarbeiter*innen – sowie mit den drei Ländern. Herbert Schirmer verlässt die Burg Beeskow.
Für einige Monate wird Jochen Spielmann Leiter des Sammlungs- und Dokumentationszentrums und verantwortet die Ausstellung „Rahmenwechsel“ auf der Burg Beeskow, die als bewusste Diffamierung des Bestandes verstanden wird.

1996/1997
Die Kunstwerke werden in einem umgerüsteten Getreidespeicher in unmittelbarer Nachbarschaft der Burg Beeskow untergebracht und in einer Datenbank erfasst. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Nicoletta Freitag und der Depotverwalter Hans-Jürgen Scharpak betreuen den Bestand. Dieser erweitert sich, da auch der Magistrat von Berlin einen Großteil seiner in der DDR in Auftrag gegebenen Kunst nach Beeskow gibt. Eine Bibliothek wird eingerichtet, die Brigitte Weniger aufbaut.
Weitere Ausstellungen wie „Querformat II“ und „Die Schönheit der Macht“ sowie das internationale Symposium „Die Depots der Kunst“ finden auf der Burg Beeskow statt.

1995
Zu Beginn des Jahres eröffnen im DHM und auf der Burg Beeskow parallel zwei Ausstellungen mit den zusammengetragenen Beständen: „Auftrag Kunst“ und „Querformat“. Das Publikums- und das Medieninteresse sind sehr groß.
Im September stimmt der LOS der Gründung des „Sammlungs- und Dokumentationszentrums Kunst der DDR“ auf der Burg Beeskow zu. Mit den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern schließt er eine Verwaltungsvereinbarung ab, die Eigentums- und Versicherungsfragen regelt. Die Interessengemeinschaft „neue bildende kunst“ mit Michael Freitag und Matthias Flügge wird vertraglich verpflichtet, das Zentrum zu betreiben, dessen Leitung Burgdirektor Herbert Schirmer übernimmt.

1994
Im Dezember 1994 werden weitere Kunstwerke nach Beeskow gebracht. Es handelt sich um Werke, die in der DDR im Auftrag der Parteien und Massenorganisationen entstanden sind. Sie wurden auf Anordnung der Treuhandanstalt unter der Regie von Monika Flacke, Sammlungsleiterin im Deutschen Historischen Museum (DHM), eingesammelt und dokumentiert. Nach einem gemeinsamen Beschluss der neuen Bundesländer werden sie nun nach dem Fundortprinzip zurückgegeben. Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wählen die Burg Beeskow als Depotstandort.

1993
Im Sommer 1993 kommen die ersten Kunsttransporte auf der Burg Beeskow an. Es sind Gemälde, Plastiken und Grafiken, die in der DDR vom Kulturfonds finanziert wurden. Die Burg Beeskow wird seit 1992 zum ost-brandenburgischen Kulturzentrum mit Konzertsaal, Ausstellungs- und Atelierräumen ausgebaut. Burgdirektor ist Herbert Schirmer. In seiner Funktion als letzter Kulturminister der DDR hatte er sich 1990 zusammen Wolfgang Patig, dem letzten Direktor des Kulturfonds, für die Bewahrung jenes Kunstbestandes eingesetzt.

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Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann

Seit 1993 werden in Eisenhüttenstadt Objekte der materiellen Kultur des Alltags systematisch gesammelt, erforscht und dokumentiert. Die Ergebnisse der Arbeit werden der Öffentlichkeit durch Ausstellungen und Publikationen bekannt gemacht.

 

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2021 Das Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst in der DDR vereint die zwei Einrichtungen Kunstarchiv Beeskow und Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR unter seinem Dach.

Seit 2016 wird das Dokumentationszentrum vom Landkreis Oder-Spree getragen und vom Land Brandenburg finanziell gefördert.

2012 endete nach der Streichung des kommunalen Zuschusses die Vereinsträgerschaft des Dokumentationszentrums. Von 2013 bis 2015 wurde es nochmals als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt fortgeführt.

Im Jahr 2001 wurde die erste Dauerausstellung – „Leben in der DDR“ – eröffnet. Ihr folgte 2012 eine neue permanente Ausstellung – „Alltag: DDR“. Ermöglicht wurde diese durch die Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

1999 ging das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in die gemeinnützige Trägerschaft eines gleichnamigen Vereins über. Für den Betrieb stellten vor allem die Stadt Eisenhüttenstadt, der Landkreis Oder-Spree und das Land Brandenburg Fördermittel bereit.

1996 traf die Stadtverordnetenversammlung von Eisenhüttenstadt die Grundsatzentscheidung zum weiteren Aufbau des Dokumentationszentrums. Im selben Jahr wurden Fördermittel der Europäische Union sowie des Landes Brandenburg zur denkmalgerechten Sanierung des Museumsgebäudes bewilligt, die 1998/99 durchgeführt werden konnte.

1994 fand das Dokumentationszentrum sein Domizil in einer historischen Kinderkrippe im II. Wohnkomplex. Im November 1995 konnte es dort seine erste Sonderausstellung – „Tempolinsen und P 2“ – eröffnen, die anschließend als Wanderausstellung gezeigt wurde. Sie erzielte hohe Aufmerksamkeit und etablierte das Dokumentationszentrum als Fachmuseum der DDR-Alltagskultur in der breiten Öffentlichkeit wie der Fachwelt.

1992 entstand die Idee, am Standort der 1950/51 gegründeten Planstadt Eisenhüttenstadt ein Museum zur DDR-Alltagskultur zu etablieren. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung begann 1993 sein Aufbau, zunächst als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt. Im selben Jahr wurde der Historiker Andreas Ludwig als Leiter des städtischen Museumsverbundes berufen und mit der Bildung einer Sammlung zur DDR-Alltagskultur beauftragt. Der Bestandserwerb für diese Sammlung erfolgte partizipativ, basierend auf den Entscheidungen der privaten und institutionellen Schenker, unter weitgehendem Verzicht auf vorgegebene kuratorische Aufnahmekriterien.

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Flächendenkmal Eisenhüttenstadt

Wohnkomplex II, erbaut 1953/54, 1960er Jahre (Foto: Fricke)

Das Museum Utopie und Alltag liegt am Standort Eisenhüttenstadt inmitten eines der größten Flächendenkmale Deutschlands: der ab 1950 neu errichteten Wohnstadt des Eisenhüttenkombinats Ost. Dies war die erste Stadtneugründung in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die städtebaulich und architektonisch aufwendig entworfene Planstadt steht exemplarisch für die gesellschaftlichen und baukulturellen Vorstellungen der DDR in ihren Gründungsjahren. Heute lassen sich in Eisenhüttenstadt alle Phasen der Baupolitik der DDR im Wechsel der architektonischen und städtebaulichen Konzepte ablesen.

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Das Gebäude des Museums Utopie und Alltag liegt im historischen Zentrum der Stadt, dem II. Wohnkomplex mit seinen an den Baustil der Berliner Stalinallee erinnernden neoklassizistischen Bauten. Das Gebäude entstand 1953 als Kinderkrippe und diente bis 1990 als Kindergarten. Es ist flankiert von weiteren Kindereinrichtungen, mit denen zusammen es eine sogenannte Kinderkombination bildete. In seinem Inneren empfängt die Eintretenden ein frühes Werk des Künstlers Walter Womacka, das große Buntglasfenster „Aus dem Leben der Kinder“ (1955).

Die Einbindung des Museumsstandorts in diese historische Topografie ist einzigartig: Sie stellt Wechselwirkungen her zwischen der Erfahrung der Ausstellungen und des unmittelbaren städtebaulichen Umfelds. Die Geschichte der Stadt ist auch selbst ein Thema in der Dauerausstellung. Hier können Besucher´*innen anhand eines interaktiven Stadtplans ihren individuelle Rundgang durch die Modellstadt planen. Architektonisch-historische Stadtführungen durch Eisenhüttenstadt werden von der Tourismusinformation angeboten.

Im Juli 2021 wird das Museum Utopie und Alltag unter dem Titel „Ohne Ende Anfang. Zur Transformation der Sozialistischen Stadt“ eine neue Sonderausstellung eröffnen. Die Ausstellung wird sowohl die Idee und den Typus der sozialistischen Aufbaustädte vorstellen als auch die Transformationsjahre ab 1990 beleuchten.

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Team

Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann

Florentine Nadolni
Leiterin
florentine.nadolni@landkreis-oder-spree.de

 

Sabrina Kotzian
Presse, Leihverkehr Beeskow, Organisation
Tel. 03366-35 2735
Sabrina.Kotzian@landkreis-oder-spree.de

 

Axel Drieschner
Kurator Eisenhüttenstadt
axel.drieschner@landkreis-oder-spree.de

 

Dr. Angelika Weißbach
wissenschaftliche Mitarbeiterin Beeskow
Tel. 03366-35 2734
Angelika.Weissbach@landkreis-oder-spree.de

 

Dr. Christian Gaubert
wissenschaftlicher Volontär
christian.gaubert@landkreis-oder-spree.de

 

Rostyslav Voronko
Depotverwaltung, Restaurierung
Rostyslav.Voronko@landkreis-oder-spree.de

 

Birgit Karau
Bibliothek Beeskow

 

Carmen Schönfeld, Britt Scheffler, Sandra Seidel, Sabine Noack, Monique Ullmann, Ramona Hammer
Besucher*innenservice & Information
Tel. 03364 – 417355
museum@utopieundalltag.de

Praktika

Der Landkreis Oder-Spree schreibt zur sofortigen Besetzung im Kultur- und Sportamt folgende Stelle aus:

 

Mitarbeiter im Besucherservice des Museums Utopie und Alltag / Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt (m/w/d)

 

Die Stelle umfasst 30 Stunden pro Woche und ist für ein Jahr befristet als Elternzeitvertretung.

Der Dienstort ist Eisenhüttenstadt.

 

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Das Museum Utopie und Alltag betreut Praktikant*innen, die an Fachhochschulen und Hochschulen studieren und in einem museumsnahen oder in einem einschlägigen historisch orientierten Fach studieren.

 

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Wir bieten: ein projektbegleitendes Praktikum mit den Schwerpunkten Sammlung, Ausstellungen und Besucherbetreuung. Der jeweilige Praktikumsschwerpunkt richtet sich nach dem laufenden Arbeitsschwerpunkt im Museum und, soweit möglich, nach den Neigungen der Bewerber*innen. Wir vereinbaren mit Ihnen ein individuell zugeschnittenes Praktikum mit verbindlicher Betreuung.

Wir erwarten: ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Engagement sowie die Bereitschaft, sich in einem kleinen Team aktiv einzubringen.

Voraussetzungen: freiwilliges Pflichtpraktikum oder Vorpraktikum für das Studium an Hochschulen, jedoch nicht unter vier Wochen (empfohlen wird eine längere Praktikumszeit).

Wir können zu unserem Bedauern keine Vergütung für Ihr Praktikum leisten.

Ansprechpartner:
Axel Drieschner
axel.drieschner@landkreis-oder-spree.de

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Förderer und Partner

Forum Kulturerbe der DDR e. V.
c/o Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Tel. 03366 35 2715

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Forum Kulturerbe der DDR e.V.

Am 8. Februar 2012 trafen neun hochmotivierte Frauen und Männer im Büro des Kunstarchivs auf Burg Beeskow zusammen, um einen Förderverein zu gründen. Vorausgegangen war das erfolgreiche dreijährige Verbundprojekt „Bildatlas: Kunst in der DDR“ (Mai 2009 – April 2012). Die damit betrauten jungen Wissenschaftlerinnen gaben den entscheidenden Impuls. Für sie als der wissenschaftliche Nachwuchs sollte künftig der Zugang zum Kunstarchiv erleichtert werden. Unterstützung erhofften sie von einem neuen Förderverein

Erster Vorsitzender des Forums Kunstarchiv Beeskow e.V. wurde Herbert Schirmer, der bis 1998 Direktor der Burg Beeskow und Leiter des Beeskower Sammlungs- und Dokumentationszentrums Kunst der DDR war. Ihm zur Seite stand stellvertretend Frau Dr. Ilona Weser, damals Erste Beigeordnete des Landrats und Dezernentin für Bildung, Gesundheit und Soziales im Landkreis Oder-Spree. Zur Schatzmeisterin wählte man Kristina Geisler, damals Mitarbeiterin des Kunstarchivs Beeskow.

Seit 2013 fühlte sich der Verein vor allem für die Ausrichtung alljährlicher Sommerschulen verantwortlich. Nach ersten sehr erfolgreichen Projekten mit Universitäten aus Lüneburg, Berlin, Utrecht und Frankfurt (Oder) verlagerte sich das Augenmerk seit 2016 auf Sommerkurse für Gymnasialschüler*innen des Landkreises Oder-Spree. Fortan arbeitete man erfolgreich mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt zusammen, wo erstmals auch Kunstwerke aus dem Beeskower Bestand ausgestellt wurden.

Mittlerweile sind die beiden Einrichtungen in Beeskow und Eisenhüttenstadt noch enger zusammengerückt.  Diese Entwicklung schlug sich nieder in den neu formulierten Zielen des Vereins. Seit 12. Dezember 2019 heißt er Forum Kulturerbe der DDR e.V. und fördert sowohl die Belange des Kunstarchivs als auch des Dokumentationszentrums. Zurzeit gehören ihm siebzehn Mitglieder an. Im Mai 2020 wählten sie Antje Hoffmann aus Frankfurt (Oder) zu ihrer neuen Vorsitzenden.

Mit viel Optimismus denken wir über Corona hinaus und planen zunächst für die Eisenhüttenstädter Einrichtung einige attraktive Neuheiten: Wir wollen mithelfen, das Dokumentationszentrum zu einem gastlichen Haus und lebendigen Treffpunkt zu machen. Wer will, wird künftig im neu gestalteten Garten, wo einst Krippenkinder tobten, Entspannung finden. Ein moderner Kaffee-Automat für die Gäste ist bereits da.

Darüber hinaus will das Kunstarchiv Beeskow künftig auf jene Beeskower*innen zugehen, die den Weg bisher noch nicht zu uns gefunden haben. Wir meinen, dass Kunst keine Barrieren kennt und in der Gruppe am meisten Spaß macht. So haben wir unter Senior*innen und Migrant*innen erfolgreich für Workshops im Kunstdepot geworben. Ein neues Angebot, dass hoffentlich Kreise zieht.

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Grundförderung

 

Das Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst in der DDR vereint das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow unter einem Dach. Beide Einrichtungen befinden sich in Trägerschaft des Landkreises Oder-Spree und werden gefördert durch das Land Brandenburg.

 

Projektförderung der Dauerausstellung Alltag: DDR

 

Die Eisenhüttenstädter Dauerausstellung „Alltag: DDR“ wurde gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

 

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